Airbus A319 von Air Namibia: Umgerechnet 9,8 Millionen Euro an Staatshilfen gefordert.

VerhandlungenAir Namibia braucht erneut Staatshilfen

Im Sommer erwägte das afrikanische Land die Liquidierung der hoch verschuldeten Nationalairline. Nun kann sie erneut auf Hilfsgelder hoffen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland

Das Grounding konnte Air Namibia sehr knapp umgehen. Im Juli entzog die namibische Verkehrsbehörde der Nationalairline die Lizenz aus Sorge um Schulden sowie Sicherheit. Kurz vor Beginn des Flugverbots kippte ein Gericht die Entscheidung.

Seit Jahren kann die hoch verschuldete Air Namibia nur mit staatlichen Hilfspaketen überleben. Nachdem die Coronakrise der Fluglinie nochmals schwer zu setzte, forderte Namibias Staatspräsident Hage Geingob im Juli die Liquidierung des chronisch defizitären Sorgenkinds. Aktuell kann die Fluglinie aber wieder auf Unterstützung hoffen.

Fokus auf Kurz- und Mittelstrecken

Derzeit verhandelt Air Namibia mit der Regierung über ein weiteres Hilfspaket. Dies berichtet die Zeitung New Era, die Einblicke in einen vorläufigen Geschäftsplan erhielt, den die Fluglinie dem Land vorgestellt hat. 193 Millionen Namibia Dollar oder umgerechnet etwa 9,8 Millionen Euro verlangt die Airline für einen Neustart.

Gemäß dem Dokument liegt der Hauptfokus darauf, mit zwei Airbus A319 Kurz- und Mittelstreckenflieger und vier Embraer ERJ 145 Kurzstreckenflieger vorerst profitable Strecken zu bedienen. Schrittweise soll der Flugplan zum Vorkrisenniveau ausgeweitet werden. Seit September starten ab Namibia wieder internationale Flüge, in den Vormonaten flog Air Namibia lediglich Inlandsrouten.

Harte Änderungen

Einen Großteil der geforderten Hilfsgelder benötigt Air Namibia, um Forderungen für Bodendienste und Wartungen zu bezahlen. Verhandelt werden auch Nachlässe mit der namibischen Flughafengesellschaft NAC. Etwa 50 Prozent weniger Flughafengebühren soll Air Namibia in den kommenden sechs Monaten zahlen. Ebenso soll es Rabatte für Kerosin geben.

Schlechten Zeiten blickt das Personal entgegen. Air-Namibia-Chef Theo Mberirua erklärte Gewerkschaften in einem Schreiben, dass Lohnkürzungen für ein Überleben der Fluglinie unerlässlich sind. Die Fluglinie erwägt Gehaltskürzungen um etwa 50 Prozent.

Mehr zum Thema

Airbus A340 von Air Namibia: Die Airline bleibt angeschlagen.

Gericht rettet Air Namibia in letzter Sekunde

Airbus A319 von Air Namibia: Flug ins Ungewisse.

Staatschef will Air Namibia liquidieren

Airbus A319 von Air Namibia: Zum Großteil wieder im Betrieb.

Air Namibia wird erneut mit Staatsgeld über Wasser gehalten

ticker-iata

Luftfahrtverbände fordern einheitliche Passagierdatensysteme in Afrika

Video

6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Anflug auf Tel Aviv mit Airbus A330 von Swiss: Vorerst nicht mehr möglich.
Jahrelang gehörte der Airbus A330 auf der Strecke zwischen Zürich und Tel Aviv zum gewohnten Bild. Doch damit ist vorerst Schluss: Swiss stellt im Sommer 2027 sämtliche Flüge auf Airbus A321 Neo um.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack