Air-India-Dreamliner: Verzögerung beim Start

Air India lehnt Dreamliner ab

Eigentlich sollte bald die erste Boeing B787 abheben. Doch es gibt Differenzen zwischen der indischen Airline und Boeing.

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Schon lange spekulieren indische Medien, auf welchen Strecken der Boeing-Dreamliner der Nationalairline Air India im Einsatz stehen wird. Erste Planungen sahen vor, dass der neue Flieger anfänglich im Inland eingesetzt werden würde. Doch vorerst wird daraus nichts. Denn eigentlich hätte die erste Boeing B787 am Dienstag an Air India ausgeliefert werden sollen. Doch nun stoppte die Regierung die lang erwartete Lieferung. Bevor man sich mit Boeing nicht auf eine angemessene Kompensation für die verspätete Auslieferung geeinigt habe, wolle man den Dreamliner nicht in Empfang nehmen, erklärte Luftfahrtminister Ajit Singh laut der indischen Wirtschaftszeitung Economic Times.

Offenbar stehen die Inder in Gesprächen mit Boeing, um eine geeignete Entschädigung für die verspätete Lieferung zu verhandeln. Wegen technischer Probleme und Anpassungen am Design konnte Boeing die erste B787 erst mit mehr als drei Jahren Verspätung in den Dienst entlassen - bei der japanischen All Nippon Airways. Air India hätte den ersten Flieger schon 2008 bekommen sollen. «Wenn wir uns nicht auf einen angemessenen Betrag einigen können, werden wir die Flieger nicht annehmen», so Singh laut der Economic Times.

Nur noch einige Tage

Brancheninsider gehen davon aus, dass sich die Auslieferung nur um einige Tage verzögert, weil schon bald eine Einigung über die Ausgleichszahlung stehen dürfte. Die Höhe des Betrags steht allerdings noch nicht fest. Zwischen 145 und 800 Millionen Dollar sei alles möglich, heißt es aus verschiedenen Quellen. Dass Boeing der Fluggesellschaft allerdings einen Scheck ausstellt sei unwahrscheinlich. Eher werde man den Kaufpreis der Dreamliner anpassen.

Den Rabatt könnte Air India gut gebrauchen. Die Fluggesellschaft fliegt seit Jahren Verluste ein und kämpft ums Überleben. Auf rund zehn Milliarden Dollar wird der Schuldenberg schon geschätzt. Um das meiste aus den profitablen Kurzstrecken rauszuholen, hat Air India laut verschiedenen Medienberichten vor, den Dreamliner auf Inlandsflügen einzusetzen. Insgesamt orderte die Airline 27 B787.

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