Jet von Air Canada: Alle Mitarbeitenden sollen zwei Sprachen sprechen.

GeschlechtsneutralAir Canada schafft «Ladies and Gentlemen» ab

«Guten Abend zusammen» - Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter der kanadischen Airline werden die Passagiere bald geschlechtsneutral ansprechen. Das sorgt für Lob und Kritik.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

Seit dem Frühjahr können Passagiere von United Airlines bei der Flugbuchung nicht mehr nur zwischen den Geschlechter-Optionen Mr. und Mrs. beziehungsweise männlich und weiblich wählen. Sie haben auch die Möglichkeit, Mx. (unbestimmt) anzugeben. Damit will die Airline den Reisenden entgegenkommen, die sich mit keinem Geschlecht identifizieren.

Mit Air Canada macht nun eine weitere Fluggesellschaft einen weiteren Schritt zur geschlechtsneutralen Ansprache der Reisenden. Wie das Nachrichtenportal La Press unter Berufung auf ein internes Schreiben der Airline berichtet, sollen die Kabinencrews die Passagiere künftig nicht mehr mit Ausdrücken wie «Ladies and Gentlemen» («Damen und Herren») ansprechen, sondern mit neutralen Ausdrücken wie «Hello, everybody» («Hallo allerseits») oder «Good evening, everyone» («Guten Abend zusammen»).

Personal reagiert unaufgeregt

«Wir wollen einen integrativen Raum für alle schaffen, auch für diejenigen, die sich mit dem Geschlecht X identifizieren», zitiert La Press aus einer E-Mail der Fluggesellschaft an Mitarbeitende. Wann genau man zu der neuen Ansprache übergehe, werde man noch bekannt geben, heißt es weiter. Auf eine Anfrage des Nachrichtenportals antwortete das Presseteam von Air Canada nicht.

Betroffene Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter äußerten sich dem Bericht zufolge unaufgeregt zu der Änderung. «Wir sind im Jahr 2019», sagte einer. «Jeder hat das Recht, sich wohl zu fühlen und nicht als Sir oder Madam bezeichnet werden zu wollen.» Bei Twitter polarisierte die Maßnahme hingegen. Während etwa der Luftfahrt-Analyst Vinamra Longani schrieb, es sei ein «großer Gewinn für Geschlechteridentität, Vielfalt und Integration», entgegnete der britische Reporter Piers Morgan: «Und ein großer Verlust für die 99 Prozent der Menschen, die gerne Damen und Herren genannt werden.»

X auch im Pass möglich

In Kanada können sich Menschen, die sich weder dem weiblichen noch dem männlichen Geschlecht zugehörig fühlen oder sich nicht festlegen wollen, auch in offiziellen Dokumenten wie ihrem Pass das sogenannte dritte Geschlecht angeben. Symbolisiert wird es durch den Buchstaben X.

Mehr zum Thema

Mechaniker-Barbie: Virgin Atlantic will junge Frauen für technische Luftfahrt-Berufe begeistern.

Mit Barbies gegen Geschlechterrollen in der Luftfahrt

Fluglinien führen neue Geschlechtsoptionen ein

Fluglinien führen neue Geschlechtsoptionen ein

ticker-haft-verhaftung-polizei

Weiterer Verdächtiger im Raub von Gold aus Lager von Air Canada Toronto festgenommen

ticker-air-canada

Air Canada kommt im Sommer mit größeren Flugzeugen nach Genf

Video

Zwei der drei Löschfahrzeuge am Flughafen St. Helena: Weil alle Fahrzeuge defekt sind, darf der Flughafen kein Flüge mehr abfertigen.
Die Atlantikinsel St. Helena ist aktuell nicht mehr per Flugzeug erreichbar. Alle drei Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr sind defekt. Wann der Flugverkehr wieder starten kann, ist unklar.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Tu-214 in einer Halle: S7 Airlines steht kurz vor der Bestellung von 100 Exemplaren.
Russlands Fluglinien brauchen dringend neue Flugzeuge. Die beiden größten des Landes, Aeroflot und S7 Airlines, reagieren nun mit Großbestellungen - sie wollen 190 Tupolev Tu-214 und Yakovlev MS-21 ordern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies