Embraer von Fly540: Streit mit Stelios.

Fastjet in Turbulenzen

Die neue Airline von Easyjet-Gründer Stelios hat Ärger mit dem Partner 540 Aviation. Der wirft ihm vor, Schulden nicht zu zahlen und Bedingungen nicht einzuhalten.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs
Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Condor Logo Stelle

Duty Manager Ground Handling Center im Schichtdienst (m/w/d)

Feste Anstellung
Condor Flugdienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero-Dienst

Fluggerätmechaniker (w/m/d) als Prüfer / Certifying Staff (m/w/d) EASA Part 66 CAT B1 und/oder B2 für Pilatus

Feste Anstellung
Luftfahrt
Aero-Dienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Stelios Haji-Ioannou ist endgültig in Afrika angekommen. Statt sich um den reibungslosen Start seiner neuen Billigfluggesellschaft Fastjet kümmern zu können, wird der griechischstämmige britische Unternehmer in rechtliche Scharmützel verwickelt. Vergangenen November kaufte er für seine Fastjet die Firma Lonrho Aviation - und damit die Markenrechte Fly 540 Angola, Fly540 Ghana und Fly540 Tanzania. Dachte er zumindest. Auf Basis des bereits eingeführten Namens wollte er seine Airline in diversen afrikanischen Ländern starten. Doch nun entzog 540 Aviation als ehemalige Eigentümerin Fastjet die Lizenz wieder. Grund seien nicht bezahlte Rechnungen und die Nichteinhaltung verschiedener Verpflichtungen, die vertraglich bei der Übertragung der Markenlizenz festgehalten worden seien.

540 Aviation forderte deshalb Fastjet auf, die Flieger von 540 Angola und 540 Ghana sofort in einer «neutralen Farbe» zu bemalen, bevor sie wieder abheben. Auch sämtliche Niederlassungen, die das 540-Logo nutzten, müssten umgestrichen werden, so das Unternehmen. Neben den finanziellen gründen habe man auch Sicherheitsbedenken, was der Betrieb von Fastjet angehe und dass 540 unter diesen Problemen nicht leiden wolle. «Wir hatten keine andere Wahl», lässt sich 540-Chef Don Smith von der Zeitung The Star zitieren.

Fastjet weist Vorwürfe zurück

Fastjet habe keine Absprachen eingehalten und 540 nicht über den Betrieb und die Sicherheitsmaßnahmen informiert, die man an den Fliegern vornehme. «Wir haben daher keine Möglichkeit, sicherzustellen, dass die Flugzeuge, die unter unserem Namen fliegen, auch sicher sind», so Smith. Man habe Grund zur Annahme, dass ein Flugzeug, welches Fastjet am 14. Dezember von Tansania nach Nairobi flog, wegen Defekten nicht hätte starten dürfen.

Laut Fastjet sind das alles falsche Anschuldigungen. Am 14. Dezember sei gar kein A319 von Fastjet nach Nairobi geflogen, sondern ein Fly540 CRJ Canada Regional Jet. Es sei kein Passagierflug gewesen. Man habe lediglich den Flieger in die Wartungshallen in Nairobi gebracht. Die Anschuldigungen seien nur dazu da, den Ruf von Fastjet zu schädigen, so Marketingchef Jean Aku. Daher werde man sämtliche Übernahmeverträge öffentlich machen, damit alle sehen könnten, wie unbegründet die Vorwürfe seien.

Rechtliche Schritte

Die Lizenz-Suspendierung sei außerdem gar nicht rechtens, so Fastjet-Geschäftsführer Ed Winters. «Sie haben kein Recht, diese Maßnahme zu treffen.» Man werde daher in Ostafrika nun rechtlichen Beistand suchen. Wenn die Gegenseite die absurden Anschuldigungen nicht einstelle, werde an entsprechende Schritte einleiten.

Mehr zum Thema

So nah kommt man Giraffen sonst nie wie im  Royal Livingstone

Sambia: Giraffen füttern, raften und baden am Abgrund

Eine Dash 8 von Air Kenya und die bisherigen Stopps der Auslieferungsroute: Kleiner Flieger, langer Weg.

So fliegt eine Dash 8-200 von Kanada nach Kenia

Flieger von Air Senegal: Airline in der Krise.

Regierung stellt Notfallplan zur Rettung von Air Sénégal vor

Airbus C295  (hier bei der Auslieferung): Fliegt für Senegals Luftwaffe.

Armee übernimmt Inlandsstrecken im Senegal

Video

Die Boeing 757 des Justizministeriums der USA nach der Landung in New York: Diktator an Bord.
Nach dem nächtlichen Zugriff der U.S. Army in Caracas endet der Weg des venezolanischen Machthabers vor einem Gericht in New York – an Bord einer 36 Jahre alten Boeing 757 des Justizministeriums der USA.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Die verunglückte ATR 72 von Buddha Air: Überschoss die Landebahn in Bhadrapur.
Bei der Landung in Bhadrapur konnte eine ATR 72 von Buddha Air nicht rechtzeitig abbremsen. Sie schoss 300 Meter über die Piste hinaus. Sieben Menschen wurden dabei verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
evakuierung flugzeug koffer
Immer häufiger ist zu beobachten, dass Fluggäste bei Evakuierungen mit ihrem Handgepäck das Flugzeug verlassen - und damit ihr eigenes und fremde Leben riskieren. Der Airline-Dachverband Iata will nun mithilfe einer psychologischen Studie herausfinden, was Fluggesellschaften dagegen tun können.
Timo Nowack
Timo Nowack