Geparkte Boeing 737 Max: Sie stehen noch ein paar Wochen da.

Boeing 737 MaxFAA-Chef schimpft mit Boeing wegen falscher Versprechen

Schon öfter wurde kritisiert, dass Boeing zu viel Druck auf die Luftfahrtbehörde der USA ausübt. Nun hatte der Chef der Federal Aviation Administration offenbar genug.

Top-Jobs

aaa aviation academy austria logo

ATO Training Expert (m/f/d)

Aviation Academy Austria
Vollzeit
Neusiedl am See
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Eines ist inzwischen klar: 2019 lässt die Federal Aviation Administration FAA die Boeing 737 Max definitiv nicht mehr abheben. Und wann genau das Grounding im kommenden Jahr aufgehoben wird, das steht auch noch in den Sternen. Die Luftfahrtbehörde der USA will sich die Zeit nehmen, die sie für die Prüfung des Kurz- und Mittelstreckenflugzeuges braucht und auf keine externen Wünsche Rücksicht nehmen.

Die Chance besteht also, dass die 737 Max am Ende auf rund ein Jahr Grounding zurückblicken wird. Dabei hatte Boeing in den vergangenen Monaten immer wieder betont, dass man kurz vor der Wiederzulassung stehe. So erklärte der Konzern Mitte November, man erwarte ab Mitte Dezember wieder Maschinen ausliefern zu können. Schon im Januar könne dann das Flugverbot wieder aufgehoben werden. Im September hatte Boeing noch den Oktober als Termin für die Rückkehr genannt.

Böse E-Mail, liebes Statement

Der Federal Aviation Administration passen diese wiederholten Versprechen gar nicht. Denn so wird auch Druck auf die Behörde ausgeübt, möglichst schnell wieder ihr Gütesiegel zu vergeben. Und deshalb bat FAA-Chef Steve Dickson Boeings Vorstandsvorsitzenden Dennis Muilenburg nun zum Gespräch. «Die Behörde ist besorgt, dass Boeing einen unrealistischen Zeitplan verfolgt», heißt es in einer E- Mail an Boeing, die der Zeitung Seattle Times vorliegt.

Und die Behörde geht noch weiter. Man wolle auch darauf hinweisen, «dass einige von Boeings Aussagen darauf abzielten, die FAA dazu zu bringen, sich zu beeilen», heißt es weiter. Man wolle sich treffen, um «sicherzustellen, dass Boeing die richtige Erwartungshaltung an den Tag legt.»

Böse E-Mail, liebe Stellungnahme

Dafür, dass die E-Mail ziemlich böse klang, gab sich Boeing im Nachgang des Treffens sehr positiv und zufrieden. In einer Mitteilung hieß es, dass das Treffen produktiv gewesen sei. Mehr ließ sich das Unternehmen nicht entlocken.

Dass Dickson das Vorgehen von Boeing nicht so passt, wurde schon vorher klar. In einem Video an seine Angestellten sprach der FAA-Chef ihnen vor wenigen Wochen Mut zu, sich so viel Zeit wie nötig zu nehmen. «Sicherheit ist eine Reise, kein Ziel», sagt er. Er werde seine Unterschrift nicht unter die Wiederzulassung setzen, wenn er nicht selbst mit dem Flugzeug geflogen sei und ohne ein komisches Gefühl seine Familie in eine 737 Max setzen würde. Und das sei noch nicht der Fall.

Mehr zum Thema

Geparkte Boeing 737 Max: Es rollen keine Flieger mehr aus dem Werk.

Boeing pausiert die Produktion der 737 Max definitiv

Boeing 737 Max: Wohl ab Anfang 2020 wieder in der Luft.

Boeing will im Dezember wieder 737 Max ausliefern

Ein Boeing-737-Max-Absturz alle drei Jahre

Ein Boeing-737-Max-Absturz alle drei Jahre

ticker-airbus-konzern-

USA sehen Airbus-Kredit als Gefahr für Handelsfrieden

Video

air new zealand syknest
Air New Zealand verschiebt den Start ihrer Schlafkojen für die Economy Class abermals. Eigentlich sollte Syknest 2026 endlich in der Boeing 787 abheben. Doch noch fehlt die Zertifizierung - da erneut eine Behörde bei der Zulassung nicht hinterherkommt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Gulfstream G400 von Baires Fly: Das Flugzeug mit der Kennung LV-JQW brachte Flavio Bolsonaro in die USA.
Eine rund 22 Jahre alte Gulfstream G400 von Baires Fly brachte Flávio Bolsonaro und seine Familie über Ecuador nach Miami. Die argentinische Charterfirma flog einst auch Javier Milei - und auch ihr Eigentümer hat Ärger mit der Justiz.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
lufthansa fra gate of the future 07
Lufthansa und der Flughafen Frankfurt testen im Terminal 1, wie ein Gate effizienter funktionieren kann und zugleich komfortabler für die Gäste wird. Dabei geht es sowohl um Lounge-Elemente, als auch darum, Bewegungen zu analysieren und einem Software-Wirrwarr Herr zu werden.
Timo Nowack
Timo Nowack