Das System von Schroth: Eine Art Hightech-Vorhang.

Neue FAA-VorschriftWie die zweite Cockpitschranke aussehen könnte

Künftig brauchen Flugzeuge einen neuen Schutz gegen Eindringlinge, die ins Cockpit wollen. Das hat die US-Luftfahrtbehörde FAA beschlossen. Lösungen gibt es bereits - auch aus Deutschland.

Top-Jobs

Smartline

Commander / First Officer Cessna Latitude C680A (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna C560XLS (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna 525 (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Interpersonal

Trainer (SFI/TRI/TRE, all genders)

Interpersonal trainerpool
Vollzeit
Hamburg
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Im Branchenjargon nennt man sie IPSB. Die Abkürzung steht für Installed Physical Secondary Barrier und bezeichnet eine fest installierte physische Schranke. Nach fünfJahren der Diskussion hat die Luftfahrtbehörde der USA sie am Mittwoch (14. Juni) zur Pflicht erklärt. «Zwischen dem Öffnen und Schließen der Cockpittür ist das offene Cockpit bis zu einem gewissen Grad anfällig für Angriffe. Ein solcher Angriff könnte schnell erfolgen, so dass der Kabinenbesatzung nicht genügend Zeit bleibt, um zu reagieren», begründet die Federal Aviation Administration FAA.

Neu gebaute Verkehrsflugzeuge müssen gemäß der neuen Vorschrift ab Sommer 2025 eine zweite Sperre zwischen der Passagierkabine und dem Cockpit aufweisen. Sie muss aktiv sein, wenn die Tür zur Flugzeugkanzel (die erste Sperre) während des Fluges geöffnet wird, etwa weil Personal zur Toilette muss. Bisher verstellten Crews den Zugang behelfsmäßig, etwa indem sie einen Servierwagen vor den Zugang zum Cockpit stellten. Mit der zweiten Schranke sollen nicht nur Terroristinnen und Terroristen abgehalten werden, sondern auch aggressive Fluggäste.

Kosten von rund 35.000 Dollar pro Flugzeug

Auf dem Markt sind bereits verschiedene Lösungen erhältlich - auch aus Deutschland. Der Hersteller Schroth aus Arnsberg im Sauerland verkauft ein Netz in einem Rahmen. Zum Einsatz kommt «extrastarkes, extrem schnittfestes» Material, wie es in den Verkaufsunterlagen heißt. Es biete hervorragende Durchsicht, sei ultraleicht und benötige nur wenig Platz. Und der Verschlussmechanismus erlaube «eine einfache und zeitsparende Bedienung durch die Besatzung», so Schroth.

Der britische Hersteller Amsafe Bridport bietet ein sehr ähnliches System an. Auch sein Netz, das allerdings ohne Rahmen daherkommt, ist leicht, schnittfest, stark und bietet eine gute Sicht. Die FAA rechnet allgemein mit Kosten von rund 35.000 Dollar pro Flugzeug für den Kauf und die Installierung der zweiten Schranke.

Das System von Amsafe Bridport. Bild: Amsafe Bridport/aeroTELEGRAPH

Mehr zum Thema

Cockpit: Die NTSB fordert längere Aufnahmezeiten des Stimmenrekorders.

Eine Barriere gegen Terroristen - und Pöbel-Passagiere

Nachstellung der Kollision von United-Flug 718 und TWA-Flug 2: Danach entstand die FAA.

Unglücke, die alles änderten

Blick aus dem Cockpit: Die Rolle der Pilotinnen und Piloten wird sich kräftig ändern.

Im Cockpit sitzen künftig Systemmanager

Peter Glade, Chief Commercial Officer TUI Airline

«Zwischen Cockpitmagie und Klapptisch-Manöver – unterwegs im Flieger»

Video

alaska airlines missionarin
Eine christliche Influencerin hielt in einem Flugzeug von Alaska Airlines unaufgefordert eine Rede über Gott und Jesus - und das nicht zum ersten Mal. Nun musste sie am Gate weiterpredigen.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a321 neo jetsmart sprayer
Sprayer haben am Flughafen Santiago de Chile einen Airbus A321 Neo besprüht, der noch nicht mal ein Jahr alt ist. Es handelt sich um einen von drei Jets im Besitz von Jetsmart, die Wizz-Air-Farben tragen.
Timo Nowack
Timo Nowack
Boeing AH-64 Apache - in 19 Armeen rund um den Erdball unterwegs
Militärfluggeräte kommen und gehen. Der Apache bleibt. Der Kampfhubschrauber flog vor mehr als 50 Jahren zum ersten Mal und wird wohl noch bis 2060 im Dienst der US Army und weiterer Armeen bleiben. Dies liegt nicht nur an seiner Panzerung und seiner Wendigkeit.
gerard al fil
Gérard Al-Fil