Flugbegleiterin von Indigo: So geht es nicht.

Koffer auf NotrutscheWenn die Besatzung ein miserables Vorbild abgibt

In Delhi musste ein Airbus A320 nach einer Bombendrohung evakuiert werden. Eine Flugbegleiterin von Indigo machte dabei keine gute Figur.

Top-Jobs

Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Allroundmitarbeiter Luftfahrzeug (a) Flugzeugmontage/-unterhalt

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs

«Im unwahrscheinlichen Falle einer Evakuierung lassen Sie alle persönlichen Gegenstände zurück.» Diese Durchsage hört man bei jedem Flug so oder so ähnlich bei der Präsentation der Sicherheitshinweise. Mitglieder der Kabinencrew sind denn auch in erster Linie für die Sicherheit der Fluggäste verantwortlich - und sollten sich eigentlich auch entsprechend vorbildlich verhalten, wenn es mal zu einem Notfall kommt.

Bei Indigo Airlines kam es jetzt aber zu einem Vorfall, bei dem genau das Gegenteil passiert ist. Am Dienstagmorgen (28. Mai) hätte Flug 6E2211 eigentlich von Delhi nach Varanasi fliegen sollen. Der Start war für 5 Uhr geplant. Doch dazu kam es nicht. Auf der Toilette des Flugzeugs wurde ein Zettel mit einer beunruhigenden Botschaft gefunden, berichtet das Portal PYOK.

Koffer auf die Rutsche mitgenommen

«Bomb@5:30» stand da. Solche Bombendrohungen sind selten ernst gemeint, dennoch müssen Airlines reagieren und den Flug im Zweifel absagen. Das geschah auch in diesem Fall. Das Flugzeug rollte zu einem sicheren Ort am Flughafen. Dann wurde es evakuiert - über die Notrutschen. Warum genau die Rutschen und keine Treppen genutzt wurden, ist nicht klar.

Ein Video zeigt, wie die Evakuierung verlaufen ist - und lässt eine Flugbegleiterin schlecht dastehen. Denn sie hat beim Aussteigen über die Notrutsche ihren Koffer mitgenommen. Sie hat also genau das getan, wovor Reisende Imme gewarnt werden.

«Alle Reisenden sicher evakuiert»

Dass man sein Gepäck an Bord lassen muss, hat verschiedene Gründe. Das Öffnen von Gepäckfächern und das Hervorkramen von Gepäck unter dem Sitz kann wertvolle Sekunden kosten. Und die entscheiden manchmal über Leben und Tod. Zudem versperren Reisende mit Gepäckstücken die Gänge. Und auf der Rutsche kann es gefährlich sein, den Koffer mitzunehmen, weil man andere damit verletzen kann und durch das zusätzliche Gewicht schneller wird, was die Wahrscheinlichkeit von Verletzungen bei der Landung erhöht.

Indigo bestätigt, dass es zu einer Evakuierung kam. «Alle notwendigen Protokolle wurden befolgt und das Flugzeug wurde gemäß den Richtlinien der Flughafensicherheitsbehörden in einen abgelegenen Bereich gebracht», teilte die Fluggesellschaft laut PYOK mit.«Alle Reisenden wurden sicher über die Notausgänge evakuiert.»

Mehr zum Thema

Turkish-Airlines-Flugzeug nach der Notlandung in Kathmandu: Passagiere haben ihr Handgepäck dabei.

Passagiere beachten Anweisungen nicht

Passagiere verlassen die Boeing 777 von British Airways: Viele nahmen ihr Gepäck mit.

Passagiere werden bei Unfällen Risikofaktor

Mann auf Notrutsche: Im realen Fall läuft einiges anders als im Test.

Evakuierung in 90 Sekunden - warum eigentlich?

ticker-indigo

Indigo erreicht Marke von über 1000 Pilotinnen

Video

crj900 laguardia ntsb
Das Cockpit wurde völlig zerstört, die Piloten der Bombardier CRJ900 von Air Canada überlebten den Zusammenstoß mit einem Feuerwehrtruck nicht. Die Funkaufzeichnungen dokumentieren die dramatischen Momente vor dem Unglück.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
la guardia crj 900 air canada express
Am Flughafen LaGuardia in New York ist eine Bombardier CRJ900 von Air Canada nach der Landung mit einem Feuerwehrfahrzeug zusammengestoßen. Die beiden Piloten kamen ums Leben.
Timo Nowack
Timo Nowack
König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin