Boeing 787 von Air Europa: Sehr moderne Flotte.

KonsolidierungWas kann Air Europa der Lufthansa-Gruppe bieten?

Der deutsche Luftfahrtkonzern hat nicht nur Interesse an Tap. Er schaut sich auch Air Europa an. Was würde die spanische Fluglinie in Lufthansa Group einbringen?

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

In einer Weltregion ist Lufthansa Group noch ziemlich schwach. Mit rund 1800 Flügen pro Jahr ist ihr Angebot von und nach Südamerika von allen großen europäischen Gruppen klar das schwächste. Ihre Fluggesellschaften steuern in Argentinien Buenos Aires an (Lufthansa und Swiss), in Brasilien Rio de Janeiro (Lufthansa) und São Paulo (Lufthansa und Swiss) sowie in Kolumbien Bogota (Edelweiss saisonal und Lufthansa) und Cartagena (Edelweiss saisonal).

Mit dem Einstieg bei ITA Airways verbessert die Lufthansa-Gruppe sich bereits deutlich: Die Italiener fliegen von Rom nach Buenos Aires, Rio de Janeiro und São Paulo. Sie bieten insgesamt 1500 Flüge pro Jahr an. Die ganze Gruppe kommt damit auf über 3300 jährliche Flüge zwischen Europa und Südamerika. An Tap mit ihren 4700 Flügen und Iberia mit ihren 5900 Flügen kommt der deutsche Konzern jedoch noch immer nicht heran, wie Daten des Datenanbieters Cirium Diio zeigen (siehe Grafik).

Auf einen Schlag europäische Nummer eins in Sachen Südamerika

Kein Wunder also, dass Lufthansa Group stark an der portugiesischen Nationalairline interessiert ist. Vergangene Woche hat Konzernchef Carsten Spohr in Lissabon vorgesprochen. Mit der portugiesischen Regierung redete er über die Privatisierung der Fluggesellschaft, bei der es in einem ersten Schritt offenbar um eine Beteiligung von 19,9 Prozent gehen soll.  Damit hätten die Deutschen den Fuß in der Tür und könnten sich Konkurrenten vom Leib halten.

Doch weil IAG wegen wettbewerbsrechtlicher Hürden die Übernahme von Air Europa aufgab, ist auch die spanische Fluggesellschaft mittelfristig wieder zu haben. Und sie bedient in Mittel- und Südamerika mehr als 15 Ziele. Mit ihr wäre die Lufthansa-Gruppe auf einen Schlag europäische Nummer eins im südamerikanischen Markt. Wie das Magazin Wirtschaftswoche berichtet, sprach Lufthansa-Group-Chef Spohr vergangene Woche deshalb auch bereits mit den Chefs des Unternehmens Globalia, dem Air Europa gehört.

Schwächung von IAG und Air France-KLM

Doch ein Einstieg bei Air Europa - sollte es bei Tap nicht klappen - hätte noch mehr Vorteile. So haben die Spanier mit ihren aktuell 26 Boeing 787, die im Durchschnitt etwas über sechs Jahre alt sind, eine hochmoderne Langstreckenflotte, die zudem aus einem Modell besteht, das auch Lufthansa und Austrian Airlines betreiben.

Lufthansa Group bekäme zudem ein Drehkreuz auf der iberischen Halbinsel und könnte so versuchen, IAG um British Airways und Iberia mehr Marktanteile abzujagen. Und nicht zuletzt könnte die Gruppe die Skyteam-Allianz um Air France-KLM schwächen, indem sie Air Europa zu Star Alliance holt.

Mehr zum Thema

Dreamliner von Air Europa: IAG begnügt sich mit ihren 20 Prozent.

IAG gibt Air Europa das zweite Mal den Laufpass

Airbus A330 Neo von Tap: Lufthansa will bei der Airline einsteigen.

Lufthansa verhandelt offenbar über 19,9-Prozent-Beteiligung an Tap

Südamerika und die bisherigen Airlines von IAG: Die Gruppe will wachsen.

IAG will nach Air Europa auch eine Fluglinie in Südamerika

ticker-lufthansa

Lufthansa Technik versorgt Uzbekistan Airways bis 2035 mit Ersatzteilen

Video

Ilyushin Il-96: Das Flugzeug ist am 16. September in Köln gelandet.
Eine Ilyushin Il-96 der russischen Spezialflugstaffel ist heute in Köln/Bonn gelandet. Vermutet wird, dass die Maschine Mitarbeitende des russischen Konsulats in Bonn abholt. Die Landung im Video.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Herabfallende Deckenverkleidung: Die passagiere waren in Panik.
Kurz nach dem Start in Mashhad geriet eine Boeing 737 von Sepehran Airlines in Schwierigkeiten. Videos zeigen heftige Vibrationen, durch die sich große Teile der Deckenverkleidung lösten und in den Gang fielen. Die Crew erklärte eine Luftnotlage und kehrte zum Flughafen zurück.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Mann auf dem Vorfeld in Paris: Mitarbeitende des Airports konnten ihn stoppen.
Ein Mann ist am Flughafen Paris-Charles de Gaulle offenbar durch die Sicherheitsbarrieren gelangt und bis aufs Vorfeld vorgedrungen. Flughafenmitarbeiter verfolgten ihn mit einem Dienstfahrzeug und konnten ihn stoppen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg