Gestürzte Boeing 787: Das Heck ragt in den Himmel.

In Frankfurt auf Nase gelandetVor dem Sturz der Boeing 787 von Lufthansa gab es eine Fehlermeldung

Eine Boeing 787 fiel am Gate in Frankfurt auf die Nase. Am Vortag soll es eine Fehlermeldung und einen Technikauftrag für den Dreamliner on Lufthansa gegeben haben.

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Sie ist noch ganz jung. Die heute ein Jahr alte Boeing 787-9 mit dem Kennzeichen D-ABPQ wurde im Januar an Lufthansa ausgeliefert, im Februar nahm sie den Betrieb auf. Zuletzt flog der Dreamliner mit dem Taufnamen Herne von Frankfurt aus zu Zielen wie Austin, Delhi, Toronto, Bogota und Rio de Janeiro. Am 4. Juni sollte es als Flug LH450 nach Los Angeles gehen. Doch daraus wurde nichts - denn am Gate fiel der Flieger auf die Nase.

Fluggäste waren noch nicht an Bord, aber Crewmitglieder und Bodenmitarbeitende, unter denen es Leichtverletzte gab. Warum das Bugfahrwerk einknickte oder einzog, ist unklar. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung, kurz BFU, hat die Ermittlungen aufgenommen.

Für 787 lag Fehlermeldung vor - aber zum Hauptfahrwerk

Laut Informationen des Portals Aero lag für das Flugzeug am Vorabend ein Technikauftrag vor - aufgrund einer Fehlermeldung mit Bezug zum Fahrwerk. Unter Berufung auf zwei Quellen schreibt Aero, die Fehlermeldung habe gelautet: «MLG DOOR NORM CLOSE SOL L WITH MM: ...» Dabei ist wichtig zu verstehen: MLG ist üblicherweise die Abkürzung für Main Landing Gear, also das Hauptfahrwerk, das sich weiter hinten unterm Flieger befindet, während das Bugfahrwerk unter der Nase, das Nose Landing Gear, als NLG abgekürzt wird.

Ob anschließend ein Fahrwerkscheck stattfand, ist nicht bekannt - Lufthansa verweist auf die laufenden Ermittlungen. Die D-ABPQ war auf ihrem vorherigen Flug aus Austin nach Frankfurt zurückgekommen und gegen 9 Uhr morgens am 3. Juni gelandet. Der Flug nach Los Angeles war für 13:50 Uhr am 4. Juni geplant. Zwischen Landung und dem Unfall, der sich gegen 12:45 Uhr ereignete, befand sich die 787 also mehr als 27 Stunden am Boden.

Boeing 787 wurde auf eigenen Rädern geschleppt

Nun wird der Dreamliner von der BFU in einem Hangar untersucht. «Die betroffene Boeing 787-9 von Lufthansa wurde in der Nacht von Donnerstag auf Freitag enttankt und angehoben», so ein Lufthansa-Sprecher zu Aero. «Nach dem Anheben wurde das Fahrwerk ausgefahren und das Flugzeug auf eigenen Rädern zum Technik-Gelände der Lufthansa Airlines geschleppt.»

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