Neuer Turboprop-FliegerWarum Embraer die Motoren nach hinten verlegte

Der Flugzeugbauer hat etwas Wichtiges am kommenden Turbopropflugzeug verändert. Dass die Motoren beim neuen Embraer-Projekt nach hinten gerutscht sind, hat mehrere Gründe.

Top-Jobs

aaa aviation academy austria logo

ATO Training Expert (m/f/d)

Aviation Academy Austria
Vollzeit
Neusiedl am See
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Seit mehr als drei Jahren arbeitet man in São José dos Campos am Projekt. Das Ziel ist klar. Weil die Konkurrenzmodelle inzwischen technologisch nicht mehr auf dem neuesten Stand sind, will Embraer 2022 ein neues Turbopropflugzeug präsentieren, das gegenüber gleich großen Jets 20 bis 40 Prozent und gegenüber der De Havilland Canada Dash 8 und der ATR 42 und 72 15 Prozent weniger Treibstoff verbraucht.

Inoffiziell wird der Flieger E3, intern auch Brasilhão genannt, sein Projektname lautet TPNG, was für Turboprop Next Generation steht. Seit seinem Start hat es sich immer wieder gewandelt. Im August zeigte Embraer beispielsweise plötzlich eine neue Skizze, bei der die Motoren des Flugzeuges für 70 bis 90 Passagiere nicht mehr unter den Flügeln angebracht sind, sondern hinten am Rumpf. Das erlaube ein «Jet-Feeling», erklärte der Flugzeugbauer, weil es im Innern leiser werde. Ein zentrales Ziel von Embraer ist es, eine geräumige Kabine zu bieten, die auf der der E2-Jets basiert.

Propeller hinten spart Platz vorne

Doch es gibt noch weitere Gründe als den Geräuschpeegel, weshalb die Motoren nach hinten gerutscht sind. So erlaube es diese Anordnung, dass das Turbopropflugzeug Gates mit Fluggastbrücken nutzen könne, wie Embraer-Manager Rodrigo Silva e Souza dem Nachrichtenportal UOL erklärte. Propeller an den Flügeln nähmen wertvollen Platz weg, den es dafür braucht.

Aber es gibt noch einen weiteren Grund für die Änderung. Embraer will das neue Flugzeug bereit für einen Wasserstoffantrieb machen. Während Kerosin in den Flügeln und beim Flügelkasten im Rumpf Platz findet, braucht Wasserstoff viel mehr Platz. Denn er verfügt aber über ein viel größeres Volumen. Zudem muss er auf minus 253 Grad gekühlt werden, damit nicht mehr gasförmig, sondern flüssig ist. Daher passt der Tank am besten ins Heck. So sieht es auch Airbus bei seinen Wasserstoff-Konzepten vor.

Markteinführung frühestens 2027

Embraer glaubt, dass Wasserstoff ab 15 bis 20 Jahren nach der Markteinführung des neuen Turbopropflugzeuges mit einer geplanten Reichweite von rund 1500 Kilometer aktuell werden wird. Die erste Auslieferung der TPNG sehen die Brasilianer  2027 oder 2028 vor.

Mehr zum Thema

Was über Embraers neuen Turbopropflieger bekannt ist

Was über Embraers neuen Turbopropflieger bekannt ist

Embraer will neuen Turbopropflieger 2022 präsentieren

Embraer will neuen Turbopropflieger 2022 präsentieren

Neuer Turbopropflieger basiert auf E2-Jets

Neuer Turbopropflieger basiert auf E2-Jets

ticker-embraer

Embraer erreicht neuen Rekord beim Auftragsbestand

Video

air new zealand syknest
Air New Zealand verschiebt den Start ihrer Schlafkojen für die Economy Class abermals. Eigentlich sollte Syknest 2026 endlich in der Boeing 787 abheben. Doch noch fehlt die Zertifizierung - da erneut eine Behörde bei der Zulassung nicht hinterherkommt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Gulfstream G400 von Baires Fly: Das Flugzeug mit der Kennung LV-JQW brachte Flavio Bolsonaro in die USA.
Eine rund 22 Jahre alte Gulfstream G400 von Baires Fly brachte Flávio Bolsonaro und seine Familie über Ecuador nach Miami. Die argentinische Charterfirma flog einst auch Javier Milei - und auch ihr Eigentümer hat Ärger mit der Justiz.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
lufthansa fra gate of the future 07
Lufthansa und der Flughafen Frankfurt testen im Terminal 1, wie ein Gate effizienter funktionieren kann und zugleich komfortabler für die Gäste wird. Dabei geht es sowohl um Lounge-Elemente, als auch darum, Bewegungen zu analysieren und einem Software-Wirrwarr Herr zu werden.
Timo Nowack
Timo Nowack