Boeing 737-700 von Avelo Airlines: Sechs Exemplare müssen gehen.

US-BilligairlineAvelo Airlines tritt auf die Wachstumsbremse

Basen schließen, Routen streichen, Flotte schrumpfen - die Billigairlines aus den USA justiert ihre Strategie neu. Trotz ehrgeiziger Pläne mit der Embraer E2 setzt Avelo Airlines vorerst auf Konsolidierung statt Wachstum um jeden Preis.

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Den Namen Avelo Airlines gibt es erst seit 2021. Der Billigflieger startete seinen Betrieb während der Pandemie. Seitdem ist er stetig gewachsen. Seine Flotte umfasst inzwischen 22 Flugzeuge - und sie hat mit einer neuen Bestellung noch mehr vor.

Doch nun macht Avelo Airlines zunächst einen Rückzieher. Die Airline reduziert ihr Netz von sieben auf vier Basen und streicht Routen und Flüge aus dem Programm. Außerdem reduziert sie die Flotte um mehr als ein Viertel. Sie gibt sechs der acht Boeing 737-700 ab. Die 14 größeren 737-800 bleiben.

Avelo Airlines sucht nachhaltigeres Wachstum

Von den aktuell sieben Standorten, an denen Avelo Airlines Crews und Flugzeuge stationiert, werden Mesa (Bundesstaat Arizona), Raleigh-Durham und Wilmington (beide North Carolina) geschlossen. Die beiden letzteren Städte bleiben als Destinationen bestehen, werden jedoch nur noch von anderen Flughäfen aus angeflogen. Bereits Ende 2025 wurde die Basis in Burbank geschlossen. Ende 2026 soll mit McKinney (Texas) aber wieder eine fünfte und neue Station eröffnet werden.

Bei den aktuellen Schließungen handelt es sich um kurzfristige Pläne. Dadurch werden auch eine Reihe an bereits geplanten und von Passagieren gebuchten Flügen gestrichen. Avelo selbst spricht davon, dass man sich - auch mithilfe einer neuen Finanzierungsrunde - auf ein nachhaltigeres langfristiges Wachstum einstellen will.

Erster Kunde der Embraer E2 in den USA

Den neuen Kurs wird man auch in Brasilen genau verfolgen. Im September bestellte Avelo Airlines nämlich als erste amerikanische Fluggesellschaft die E195-E2 von Embraer: 50 Flugzeuge sind fest geordert, für 50 weitere sicherte sich die Fluglinie Optionen. Die ersten Exemplare sollen in der ersten Jahreshälfte 2027 geliefert werden.

Zuletzt geriet Avelo Airlines in die Kritik, weil sie für die amerikanische Heimatschutzbehörde kontroverse Abschiebeflüge durchführt. Chef Andrew Levy verteidigte den Betrieb: Es sei ein lukratives Geschäft. Die Airline entfernte im Juni ihre Lackierung von drei für Abschiebungen verwendeten Flugzeuge. Gegen Boykottaufrufe half ihr das jedoch nicht. Inzwischen will die Trump-Regierung eine eigene Fluggesellschaft für Abschiebungen aufbauen.

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