Zwei Vistajet-Flugzeuge im Hangar: Die Flotte war im vergangenem Jahr mehr in der Luft.

BilanzVistajet sitzt auf Schuldenberg in Milliardenhöhe

Der Business-Charteranbieter hat im vergangenen Jahr weniger Gewinn erwirtschaftet und mehr Schulden gemacht. Der eigner richtet sich deshalb mit einem Brief an die Investoren.

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Vistajet feiert in diesem Jahr 20-jähriges Jubiläum. In den zwei Dekaden ist der Businesscharteranbieter stetig gewachsen. Allein durch die Integration von Air Hamburg sind 40 Flugzeuge auf einen Schlag hinzugekommen. Mittlerweile betreibt Vista eine Flotte von rund 360 Flugzeugen. 270 davon gehören der Airline. Die weiteren Flugzeuge sind im Privatbesitz und werden von Vistajet vermarktet.

Mit dem Wachstum wurde auch immer wieder über die Liquidität des Unternehmens spekuliert. Denn Vistajet schreibt seit Jahren Verluste. Der Nachrichtenagentur Bloomberg liegen Briefe des Managements an die Investoren vor. Demnach lag der bereinigte Gewinn - vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen - bei etwa 801 Millionen US-Dollar. Vistajet hat damit rund fünf Prozent weniger verdient als noch im Jahr 2022. Der Umsatz ist um sieben Prozent auf 2,6 Milliarden Dollar gestiegen.

3,9 Milliarden Dollar Schulden

Gleichzeitig hat die Verschuldung um rund 133 Millionen Dollar gegenüber dem Vorjahr zugenommen. Laut Bloomberg plagen die Airline Schulden von etwa 3,9 Milliarden Dollar. Gründer und Eigentümer Thomas Flohr spricht in Briefen an die Investoren von einem Übergangsjahr, in dem sich Vistajet auf die Integration vergangener Übernahmen sowie die Überholung von 93 Flugzeugen konzentriert habe.

Zudem erklärte Flohr in dem Schreiben, dass er das Unternehmen «wesentlich» entschulden wolle und seine 86 Prozent Beteiligung ein enormes Eigenkapitalpolster darstelle, auf das zur Stärkung der Liquidität zugegriffen werden könne, so Flohr. Der Manager und ehemalige Rennfahrer räumt ein, dass 2023 ein herausforderndes Jahr war. Auch, weil laut Flohr eine Konkurrenz-Airline eine Hetzkampagne gegen Vistajet geführt habe. Außerdem hätte ein britischer Finanzunternehmer die Airline im Vereinigten Königreich verklagt.

Mehr Abo-Kunden

Positiv stimmt Vistajet dass die Flotte rund 18 Prozent mehr in der Luft war als noch im Vorjahr. Zudem konnte Vistajet für das Abo-Modell, bei dem die Mitglieder Flugstunden im Voraus kaufen und dann jederzeit abrufen können, 200 neue Kunden gewinnen.

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