LMS-901: Erstflug im Januar 2022.

LMS-901 BaikalDroht dem russischen Antonov-An-2-Nachfolger das Aus?

Die LMS-901 Baikal steht vor grundlegenden Problemen. Die Entwicklung des russischen Antonov An-2-Nachfolgers könnte laut einem Bericht eingestellt werden. Die Regierung dementiert.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz
Pilatus Logo

Junior Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz
Smartline

Commander / First Officer Cessna Latitude C680A (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna C560XLS (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

Im August und September 2024 gab es gleich zwei schlechte Nachrichten für die LMS-901 Baikal: Der einmotorige russische Turbopropflieger, als Nachfolger für die Antonov An-2 gedacht, hat rund zwei Jahre Verspätung und wird zudem deutlich teurer für die Kunden.

Mittlerweile sieht es so aus, als könnte das Projekt sogar ganz scheitern. Wie die Zeitung Kommersant unter Berufung auf Informanten berichtet, gibt es große Probleme. «Bei der Konstruktion des Flugzeugs wurden eine Reihe dramatischer Fehler gemacht, die erst jetzt endgültig ans Licht gekommen sind», sagte eine dem Ministerium für Industrie und Handel nahestehende Quelle. Es seien so grundlegende Arbeiten an der LMS-901 Baikal nötig, dass mit weiteren drei bis fünf Jahren Verspätung zu rechnen sei.

Mehr Geld für Lösung grundlegender Probleme

Dieser Informant und drei weitere sagten gegenüber dem Blatt, es gehe unter anderem um Probleme mit der Stabilität des Flugzeuges bei niedriger Geschwindigkeit. Es könnten eine Vergrößerung des Leitwerks, einer Verlagerung des Spornrads und Neukonstruktionen im Bereich des Fahrwerks notwendig werden.

Hersteller Ural Civil Aviation Plant, kurz UZGA, soll laut Kommersant-Informationen beim Ministerium für Industrie und Handel zusätzliche Mittel beantragt haben, rund 10 Milliarden Rubel (110 Millionen Euro). Die Antwort des Ministeriums ist nicht bekannt.

Schmerzloses Ende oder Übergang an S7-Gruppe?

Allerdings sagte eine dem Verkehrsministerium nahestehende Quelle, das Baikal-Programm könne «schmerzlos beendet» werden, da die Modelle TVRS-44 Ladoga und LMS-401 Osveya schneller auf dem Markt sein könnten als die LMS-901 Baikal. Die LMS-401 Osveya soll Ersatz für die Let L-410 schaffen und Platz für 19 Reisende bieten. Die TVRS-44 Ladoga ist für 40 bis 50 Reisende ausgelegt. Beides sind zweimotorigen Turbopropmodelle.

Derweil sagte eine dem Ministerium für Industrie und Handel nahestehende Quelle, dass eine andere Option sei, das Baikal-Programm an die S7-Gruppe abzugeben. Zu der gehört S7 Airlines, sie ist aber auch in der Teile-Produktion aktiv.

Die LMS-901 Baikal ist kleiner

Gegenüber der Nachrichtenagentur Tass dementierte das Ministerium für Industrie und Handel später, dass man das Projekt aussetzen oder an die S7-Gruppe abgeben wolle. Es besteht lediglich das Risiko von Verschiebungen im Zeitplan.

Die LMS-901 Baikal ist eigentlich als Nachfolgerin der Antonov An-2 vorgesehen. Sie hat ein Spornrad-Fahrwerk, das Hauptfahrwerk liegt also vorn. Ihr maximales Startgewicht soll 4,8 Tonnen betragen, die Geschwindigkeit bis zu 300 Kilometer pro Stunde. Mit neun Fluggästen oder zwei Tonnen Fracht soll sie bis zu 3000 Kilometer weit fliegen.

Mehr zum Thema

LMS-901 Baikal: Soll die vielen noch fliegenden Antonov An-2 ablösen.

Putin verärgert: LMS-901 Baikal hat bald zwei Jahre Verspätung

Erster Prototyp der TVRS-44 Ladoga soll im Herbst 2025 fertig sein

Erster Prototyp der TVRS-44 Ladoga soll im Herbst 2025 fertig sein

Let L-410 der russischen Siberian Light Aviation: Neues Modell in dieser Größe entsteht.

Belarus und Russland treiben Pläne für neues Passagierflugzeug voran

ticker-izhavia-1

Lizenz von Izhavia entzogen: Bericht über herausgerissene Seiten aus Notfallhandbuch

Video

Der Unglücksort: Das Wrack der ATR 72 von Voepass.
Schon lange vor dem Absturz der ATR 72 mit 62 Toten waren bei Voepass Probleme mit Wartung und Enteisung bekannt. Dennoch wurde laut Erkenntnissen der brasilianischen Bundespolizei nicht konsequent gehandelt. Ihre Ermittlungen belasten die Fluggesellschaft - aber auch die Luftfahrtbehörde Anac.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
erste boeing 737 max tarom
Die rumänische Fluglinie steht kurz vor der Übernahme ihrer ersten Boeing 737 Max. Das Flugzeug von Tarom trägt schon seine Bemalung - und die zeigt neue Designelemente.
Timo Nowack
Timo Nowack
fiat panda mailand linate hawker
Ungewöhnlicher Unfall am Flughafen Mailand-Linate: Ein Fiat Panda ist dort ungebremst mit einem rollenden Privatjet kollidiert, wie ein Video einer Überwachungskamera zeigt.
Timo Nowack
Timo Nowack