Die venezuelanische Fluggesellschaft Conviasa musste nach einem Absturz im vergangenen September alle 26 Flugzeuge für zwei Wochen am Boden behalten.

Conviasa ordert weitere Embraer

Um die überalterte Flotte zu verjüngen, soll die Staatsairline Venezuelas noch mehr Embraer E190 kaufen. Dies ordnete der Staatspräsident an.

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Die Flugzeuge sind teilweise beinahe schon Museumsstücke. Fast dreißigjährig sind die beiden Boeing B737-200, welche Conviasa noch immer täglich im Liniendienst einsetzt. Auch der Rest der überaus heterogenen Flotte aus Airbus A340, ATR 42 und 72, Boeing B767 sowie B737-300 ist nicht gerade jung. Die Flieger haben alle mindestens 17 Jahre auf dem Buckel. Nur die vier Bombardier CRJ700 mit einem Alter von vier Jahren und die drei Embraer E190 mit nicht einmal einem Jahr sind wirklich neu. Immer wieder hatte Conviasa denn in letzter Zeit auch technische Probleme. Mit einer Bestellung von sechs neuen Jets bei Embraer ging die staatliche Fluglinie dieses Problem vergangenes Jahr auf Geheiß des damaligen Präsidenten Hugo Chávez endlich an.

Drei der neuen Flugzeuge wurden bereits 2012 ausgeliefert, drei weitere kamen nun Anfang Juni in Venezuela an. Doch das südamerikanische will offenbar noch mehr. «Ich ordne an, Verhandlungen mit Embraer aufzunehmen, damit wir auf zwanzig Flieger für Conviasa kommen», erklärte Staatspräsident Nicolás Maduro bei der Übergabezeremonie am Flughafen von Caracas. Wirklich klar ist aber nicht, was das nun bedeutet. Bereits Chávez sprach einmal von zwanzig Jets, am Ende wurden aber offenbar doch nur sechs geordert.

«Große Luftfahrtindustrie»

Mit den neuen Flugzeugen soll Conviasa auf Vordermann gebracht werden. «Wir brauchen eine große Luftfahrtindustrie», sagte Maduro in seiner vom Fernsehen übertragenen Ansprache. In Kürze werde man Conviasa zu einer der «besten und effizientesten» Airlines machen. «So muss es sein», so der Präsident weiter. Die staatliche Fluggesellschaft bedient heute 22 Destinationen in sieben Ländern.

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