Koffer von Bluesmart: Der Hersteller will eine Ausnahme für seine Produkte.

Smart LuggageUS-Airlines verbannen High-Tech-Koffer

Brandgefahr: Bei zwei der vier großen US-Airlines sind Koffer mit fest verbauten Lithium-Ionen-Batterien ab Januar als Aufgabegepäck verboten.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Koffer, an denen man sein Smartphone oder Tablet per USB-Stecker aufladen kann, sind praktisch. Bei American Airlines sind solche Gepäckstücke mit eingebauten Lithium-Ionen-Batterien jedoch ab dem 15. Januar als Aufgabegepäck verboten - sofern sich die Akkus nicht entfernen lassen. Gleiches gilt für Delta Air Lines mit Verweis auf die «Möglichkeit, dass die leistungsstarken Batterien überhitzen und eine Brandgefahr während des Fluges darstellen».

United Airlines arbeitet an ähnlichen Regularien und eine Sprecherin von Southwest Airlines sagte dem TV-Sender CNBC, man erwäge ebenfalls Anpassungen der eigenen Richtlinien. Als Handgepäck dürfen Passagiere smarte Koffer ausgeschaltet mit in die Kabine nehmen, ohne die Batterien herauszunehmen.

Batterie muss herausnehmbar sein

Dennoch muss es möglich sein, die Akkus zu entfernen, für den Fall, dass Gepäck aufgrund von Platzmangel in der Kabine doch in den Frachtraum umgeladen werden muss. «Stellen Sie sicher, dass die Batterie entfernbar ist», sagte ein American-Airlines-Sprecher gegenüber der Zeitung New York Times. «Wenn sie nicht entfernbar ist, lassen wir nicht zu, dass sie im Frachtraum oder in der Kabine mitfliegt.»

Der Smart-Luggage-Hersteller Away erklärte gegenüber CNBC, bei seinen Produkten seien die Batterien mithilfe eines speziellen, mitgelieferten Schraubendrehers herausnehmbar. Der Hersteller Bluesmart, dessen Koffer sich sogar selbst wiegen können und per GPS und Handy-App auffindbar sind, zeigte sich auf seiner Webseite dagegen «betrübt». Einige Fluggesellschaft hätten eigene Regel erlassen, die strenger seien als die Anforderungen der Behörden, schrieb das Unternehmen. Es betonte, alle offiziellen Regularien einzuhalten, etwa die des US-Verkehrsministeriums und der US-Luftfahrtbehörde FAA.

Kofferhersteller will Airlines treffen

Die FAA verbietet zurzeit nur lose Lithium-Ionen-Batterien im Frachtraum. Allerdings präsentierte sie im Oktober neue Erkenntnisse der hauseigenen Brandexperten. Das Fazit: Eine Beschränkung der Mitnahme von Laptops und anderen elektronischen Geräten auf die Kabine sei die einfachste und effizienteste Antwort auf das Brandrisiko. Im Aufgabegepäck hätten die Geräte demnach nichts mehr zu suchen.

Bluesmart sprach mit Blick auf die neuen Regeln der Fluggesellschaften von einem «Schritt zurück» für die Reise-Technologie. Die Firma kündigte an, sich mit den weltweit führenden Airlines zu treffen, um die Sicherheit der eigenen Produkte zu demonstrieren, damit diese von dem Verbot ausgenommen werden.

Mehr zum Thema

Airbus A380 von Lufthansa: Probleme mit einem Akku.

Batteriefeuer an Bord von Lufthansa-A380

Lithium-Ionen-Batterie: Darf nicht mehr in den Frachtraum.

Lithium-Ionen-Batterien dürfen nicht mehr mitfliegen

Totale Kontrolle über das Gepäck: Mit dem smarten Koffer und der entsprechenden App wissen Reisende immer Bescheid.

Smarter Koffer geht nicht verloren

Das Modell der Comac CE-25A: China hat einen Batterie-Vorteil.

Comac will Flugzeug mit 19 Plätzen bauen

Video

Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A320 Neo wird bei Tarmac Aerosave zerlegt: Das Unternehmen erweitert seine Zerlegungskapazitäten.
Eigentlich könnten sie noch Jahrzehnte fliegen. Trotzdem werden derzeit auffällig viele junge Airbus A220, A320 Neo und Boeing 737 Max zerlegt. Warum?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Ilyushin Il-96: Das Flugzeug ist am 16. September in Köln gelandet.
Eine Ilyushin Il-96 der russischen Spezialflugstaffel ist heute in Köln/Bonn gelandet. Vermutet wird, dass die Maschine Mitarbeitende des russischen Konsulats in Bonn abholt. Die Landung im Video.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies