Unglück der Fokker 100Bek Air gibt Schuld Wirbelschleppen

Ausgerechnet das Management von Bek Air spekuliert über mögliche Ursachen des Unglücks mit der Fokker 100. Offizielle widersprechen heftig.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Der Absturz einer Fokker 100 der kasachischen Bek Air ist gerade einmal drei Tage her. Die Blackboxes wurden inzwischen gefunden und nach Moskau geschickt. Ausgewertet sind sie aber noch nicht. Eigentlich heißt es in solchen Situationen: Je weniger man spekuliert, desto besser. Doch ausgerechnet das Management der Billigairline hält sich nicht daran.

Vom kasachischen Transportministerium hieß es, dass sich die Ermittler auf drei mögliche Absturzursachen konzentrieren: Pilotenfehler, technischer Fehler oder Navigationsfehler. Doch Yerik Saparov, Chef Flugbetrieb von Bek Air, hat noch einen weiteren Grund ins Spiel gebracht. Wirbelschleppen eines zuvor gestarteten Fliegers sollen den kleineren Jet von Flug Z9-2100 aus dem Gleichgewicht gebracht haben.

Wirbelschleppen als Ursache?

Nur eine Minute zuvor, so Saparov laut lokalen Medien, sei ein größerer und schwerer Airbus A321 von derselben Piste aus gestartet. Jets verursachen hinter ihren Tragflächen tatsächlich Turbulenzen – so genannte Wirbelschleppen. Diese können zu Problemen führen. Vor etwas mehr als zwei Jahren schickten die von einem Airbus A380 verursachten Turbulenzen einen deutschen Businessjet in einen 3000-Meter-Sturzflug. Das Flugzeug erlitt Totalschaden.

Und ein Airbus A350-900 steht sogar im Verdacht, im Mai 2019 durch Wirbelschleppen ein viersitziges Propellerflugzeug am Flughafen Dubai zum Absturz gebracht zu haben. Doch um solche Zwischenfälle beim Start wie auch im Flug zu verhindern, gibt es Vorschriften zu den Abständen, die zwischen zwei Fliegern eingehalten werden müssen.

Flughafen und Regierung widersprechen

Offizielle widersprechen den Angaben des Managements von Bek Air. In Almaty betrage der minimale Zeitraum zwischen zwei Starts eine Minute, teilte der Flughafen mit. Zwischen dem Start des Airbus A321 und dem der Fokker 100 seien sogar eine Minute und 52 Sekunden vergangen.

Das Flugzeug verlor nur wenige Sekunden nach dem Start an Höhe und stürzte in ein Gebäude. Zwölf der 98 Insassen kamen dabei ums Leben. Die Regierung hatte zuletzt erklärt, beim Start habe das Heck der Fokker 100 auf der Piste aufgeschlagen - eine Information die auch Schilderungen von Augenzeugen zu bestätigen scheinen.

Mehr zum Thema

Fokker 100 von Bek Air hatte beim Start Probleme

Fokker 100 von Bek Air hatte beim Start Probleme

Fokker 100 von Bek Air stürzt kurz nach dem Start ab

Fokker 100 von Bek Air stürzt kurz nach dem Start ab

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Platz 10: Moskau - St.Petersburg. 117 Flüge pro Tag.

Die zehn verkehrsreichsten Routen der Welt

Video

Die stehen gebliebene Boeing 787 von Vietnam Airlines nach der Landung in München: Die Blackbox wird ausgewertet.
Die Boeing 787-9 von Vietnam Airlines hinterließ beim missglückten Start in München Spuren am Ende der Piste und setzte während der Rotation mit dem Heck auf. Das bestätigt nun die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung. Die Ermittelnden untersuchen neben technischen und menschlichen Faktoren auch mögliche organisatorische Einflüsse.
Timo Nowack
Timo Nowack
Zerstörter Flieger von Mahan Air: Insgesamt wurden im Krieg gemäß der Regierung in Teheran 100 zivile Flugzeuge getroffen.
Insgesamt sollen es rund 100 sein: Im Iran wurden laut Angaben des Landes weit mehr zivile Flugzeuge durch Angriffe der USA oder Israels zerstört oder beschädigt, als bisher bekannt war. Für das Land ist das ein riesiges Problem.
Timo Nowack
Timo Nowack
de haviland dh88 comet g acss
Sie wurde 1934 gebaut und gewann ein legendäres Luftrennen. Nun ist die einzige noch flugfähige de Havilland DH.88 Comet der Welt bei der Flugschau schwer beschädigt worden.
Timo Nowack
Timo Nowack