Antonov An-148: Überzeugt nicht jeden.

Jets veraltet und zu teuer?Ukrainische Fluglinie watscht Antonov ab

Ukraine International Airlines lässt kein gutes Haar an den Regionalfliegern von Antonov. Der Hersteller will die An-148-Familie derweil mit Partnerschaften in die Spur bringen.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Destination Manager (w/m/d)

DERTOUR Destination Services AG
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Reiseveranstalter
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse / Fluglotsin (w/m/d)

Studium
Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Top jobs
Langen b. Frankfurt
Deutschland
AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Kritik im eigenen Land: Ukraine International Airlines kann sich nicht für die Regionaljets des ukrainischen Herstellers Antonov begeistern. Man schaue sich die Flieger zwar an, doch die Produkte der ausländischen Konkurrenz seien deutlich besser, sagte der Flottenchef der Airline, Sergej Gritsenko, am Rande einer Konferenz gegenüber dem Nachrichtenportal liga.net. An-148 und die verlängerte Version An-158 seien veraltet und überteuert.

«Die wichtigen westlichen Konkurrenten haben Flugzeuge einer neuen Generation auf den Markt gebracht und liefern sie bereits an Airlines aus», so Gritsenko. Man verstehe die Preisgestaltung von Antonov nicht und hoffe, dass sich in diesem Bereich etwas ändern werde. Die Flotte der Fluggesellschaft besteht aus Boeing 737, 767, 777 und Embraer 190.

Zusammenarbeit mit Boeing-Tochter

Antonov war 2015 durch den Wegfall des russischen Partners UAC in Schwierigkeiten geraten, da den Ukrainern nun Bauteile fehlten. Um die Produktion wieder anzukurbeln, unterzeichnete der Flugzeugbauer im Juli 2018 ein Abkommen mit der Boeing-Tochter Aviall. Das US-Unternehmen soll den Bau von überarbeiteten Versionen von An-148, An-158 und An-178 ermöglichen - das sogenannte An-1X8-Next-Programm.

Es ist geplant, dass Aviall Antonov bei der Lieferkette für die Produktion unterstützt, inklusive Logistik und Lagerkonzepten. Dazu ist etwa die Finanzierung eines gemeinsamen Lagers in Gostomel vorgesehen sowie Unterstützung im Bereich Ersatzteile.

Deutscher Investor soll helfen

Mitte September betonte Antonov-Chef Oleksandr Donets erneut die Wichtigkeit der Kooperation mit den Amerikanern. Zudem stellte der Flugzeugbauer einen weiteren Partner vor: Die auf Zypern ansässige Leasingfirma des deutschen Investor Ralf-Dieter Montag Girmes soll den Ukrainern helfen, An-148 (mit bis zu 85 Sitzen) und An-158 (mit 99 Sitzen) zu vertreiben, wie die Nachrichtenagentur Interfax Ukraine berichtet.

Antonov verriet keine Details zu dem Abkommen. Allerdings erklärte eine Manager des Unternehmens, dass Montag Girmes schon an Lieferungen von An-158 nach Kuba beteiligt gewesen sei. Die Fluggesellschaft Cubana ist bisher die einzige Betreiberin der An-158.

Günstiger als die Wettbewerber?

Antonov bewirbt seine Regionalflieger der An-148-Familie nicht nur als konkurrenzfähige Flugzeuge, sondern sieht mit einem Listenpreis von 32 Millionen Dollar auch einen Preisvorteil, so Interfax. Damit liege man 15 bis 25 Prozent unter der Konkurrenz. Zum Vergleich: Embraer gab zur Farnborough Airshow im Juli für eine E175 einen Listenpreis von knapp 47 Millionen Dollar an, für die E190 einen Preis von 52 Millionen.

Mehr zum Thema

Flugzeuge von Qatar Airways und Air Serbia am Flughafen Moskau-Sheremetyevo (Archivbild 2022): Auch heute fliegen viele internationale Airlines nach Moskau.

Mehr ukrainische Drohnen: Russlands Luftraum wird zum Risiko für internationale Airlines

ticker-ukraine

EU stellt Ukraine weitere Milliarden für Kampfjets und Drohnen bereit

ticker-ukraine

Ukraine plant Neustart der Zivilluftfahrt mit Strategie bis 2030

ticker-eu-europaeische-union

EU prüft Einreiseverbot für russische Kriegsteilnehmer

Video

Der Moment bevor das Kleinflugzeug mit dem Helikopter Kollidiert: Jetzt ist der NTSB-Bericht erschienen.
Vor zwei Wochen kollidierten eine Cessna 150 und ein Bell 407 an einem Flugplatz in Pennsylvania. Was in den letzten Sekunden davor geschah, zeigt nun der erste Zwischenbericht der Untersuchungsbehörde NTSB.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A400M der Roal Air Force nach der Landung in Jan Mayen: Mit dem Transporter wurden Nato-Kontingente in die Arktis verlegt.
US-Marines, britische Royal Marines und norwegische Soldatinnen und Soldaten üben auf Jan Mayen. Airbus A400 M und Lockheed C-130 brachten für die Manöver neben Truppen auch Material auf die abgelegene Arktisinsel.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Jetblue führt eine neue Business-Class auf Inlandsflügen ein: Blue First soll noch 2026 starten.
Mit Blue First nähert sich die US-Airline immer mehr der Konkurrenz an. Die neue Kabine von Jetblue bietet eine Business Class im Inland mit breiten Sesseln, eigenem Cocktail-Menü und Bento-Box.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies