Antonov An-12B vo Cavok Airlines: Robuster Hochdecker.

Cavok AirlinesAntonov An-12 geht nach 58 Dienstjahren in Rente

Eine Veteranin geht in Rente: Cavok Airlines hat eine ihrer Antonov An-12 stillgelegt. Seit seinem Erstflug im Jahr 1967 hat der viermotorige Turbopropflieger so einiges erlebt.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Ihre Karriere begann sie wie die meisten in der Sowjetunion hergestellten Flugzeuge bei Aeroflot. Am 10. Juli 1967 wurde die Antonov An-12B mit der Seriennummer 7345004 frisch ab dem Werk in Irkutsk an die Nationalairline des riesigen Landes übergeben. Und für die flog sie mit dem Kennzeichen CCCP-11032 zuverlässig ein Vierteljahrhundert lang.

Mit der Auflösung der UdSSR war ihre Karriere gefährdet. Doch der viermotorige Turbopropflieger fand 1992 mit Baikal Airlines einen neuen Betreiber. Es sollten noch viele andere folgen. Sechs weiteren Fluggesellschaften diente der Frachter in den darauffolgenden Jahren - manchmal nur wenige Monate, manchmal auch mehrere Jahre lang. Seit Dezember 2014 stand er als UR-CNN bei Cavok Airlines im Einsatz.

Von der Antonov An-12 wurden mehr 1200 Stück gebaut

Die Antonov An-12 wurde als militärische Version aus der zivilen An-10 weiterentwickelt. Der Rumpf blieb nahezu identisch, sie erhielt aber als Hauptunterschied im hinteren Teil eine Ladeluke und eine Heckkanonenanlage mit einer Schützenkabine. Zudem besitzt die An-12 einen eigenen Ladekran. Der Hochdecker wurde damit für drei Jahrzehnte das Standard-Mittelstrecken-Transportflugzeug der sowjetischen Luftstreitkräfte. Insgesamt wurden 1248 Exemplare gebaut.

Die Antonov An-12 hat eine Spannweite von 38 Metern.

Die 36,95 Meter lange An-12B mit einer Spannweite von 38 Metern ist die zivile Version des Sowjetfliegers. Sie wird bis heute weltweit eingesetzt, wenn die Infrastruktur einfach ist und robuste Flugzeuge erfordert. Auch die UR-CNN war zuletzt noch eifrig unterwegs. Mal flog sie in die Karibik, mal innerhalb von Europa, mal nach Afrika.

Letzter Flug ging in die Slowakei

Doch am 28. März war Schluss. Dann flog sie ein allerletztes Mal. Sie wurde von Cavok Airlines von Timisoara an den Flughafen Piesany in der Slowakei überführt. Dort sei der Frachter feierlich verabschiedet worden, teilt Hersteller Antonov mit.

Das 1967 gebaute Flugzeug beendete damit nach beeindruckenden 58 Jahren seinen aktiven Dienst. In dieser Zeit absolvierte es rund 18.000 Flüge und verbrachte über 50.000 Stunden in der Luft, wie Antonov ausgerechnet hat. Cavok Airlines betreibt nach eigenen Angaben noch sechs An-12B.

Mehr zum Thema

Wie ukrainische Airlines mit fast 60 Jahre alten Flugzeugen um die Welt fliegen

Wie ukrainische Airlines mit fast 60 Jahre alten Flugzeugen um die Welt fliegen

An-12 von Cavok Airlines: Die orangene Lackierung sticht direkt ins Auge.

Alter Flieger mit beeindruckenden Kräften

Video

regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack
Blick auf die Unglücksstelle: Die Boeing 767 F rutschte weit über die Piste hinaus.
Der Stimmenrekorder der in Miami verunglückten Boeing 767 F liefert erstmals Einblicke in die entscheidenden Minuten im Cockpit. Einer der Piloten des Fluges von Amazon Air warnte wiederholt vor dem hohen Tempo, automatische Systeme schlugen mehrfach Alarm.
Laura Frommberg
Laura Frommberg