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Reisekonzern

Tui auf Partnersuche für Tuifly

Der Reiseriese Tui will seine Kosten drücken und effizienter arbeiten. Dazu sucht er einen Partner für seine Airline-Sparte, wie Konzernchef Fritz Joussen nun bestätigt.

aeroTELEGRAPH

Flieger von Tuifly: Wichtig ist Tui nur der Zugriff.

Der Reisekonzern Tui sucht einen Partner für seine Airline-Sparte Tuifly. Im Interview mit der Börsen-Zeitung sagt Konzernchef Fritz Joussen, er wolle, dass der Airline-Bereich «partnerfähig» werde. Dazu verkleinere man die Flotte und passe Kosten an.

Tui wolle jederzeit «Zugriff» auf Airline-Kapazitäten haben, so Joussen weiter, was aber nicht bedeuten müsse, «dass Flugzeuge auf der Bilanz sind». Durch diese und weitere Schritte wolle man den Reisekonzern so «agil, effizient und fit wie nie zuvor» machen.

Joint Venture mit Condor?

Ende Juli hatte die Börsen-Zeitung unter Berufung auf «informierte Kreise» bereits berichtet, «die Politik» werbe für ein Joint Venture von Condor und Tuifly. Beide Unternehmen haben finanzielle Hilfe vom Staat erhalten, der Tui-Konzern in der Corona-Krise, Condor bereits zuvor nach der Pleite der Konzernmutter Thomas Cook.

Die Verkleinerung der Flotte der deutschen Tuifly ist bereits seit Juni beschlossen: Sie wird künftig nur aus 17 statt den ursprünglichen geplanten 39 Flugzeugen bestehen. Das bringt auch einen Stellenabbau mit sich – bis zu 900 Arbeitsplätze sind in Gefahr.

Insgesamt mehr als 140 Flieger

Neben der deutschen Airline-Tochter gehören zum Reisekonzern auch noch Tui Airlines Belgium, Tui Airlines Netherlands, Tui Airways in Großbritannien und Tuifly Nordic in Schweden. Insgesamt erreichen die Tui-Fluglinien eine Flottengröße von mehr als 140 Fliegern. Zumindest in Großbritannien und Schweden sollen die Flotten laut Joussen ebenfalls schrumpfen. Zugleich plant Tui, seine fünf Fluglinien enger zusammenführen.



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