Tupolev Tu-154 der russischen Armee: Ein solches Flugzeug stürzte ab.

Russische Armee-MaschineTu-154 über dem Schwarzen Meer abgestürzt

Eine Tupolev Tu-154 der russischen Streitkräfte ist auf dem Weg nach Syrien über dem Schwarzen Meer abgestürzt. An Bord befanden sich 92 Menschen - darunter der weltberühmte Armee-Chor Alexandrow-Ensemble.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Die Armeeführung hatte für die in der Luftwaffenbasis Khmeimim bei Latakia in Syrien stationierten Truppen etwas Besonderes geplant. Zu Weihnachten sollte der weltberühmte Chor Alexandrow-Ensemble auftreten. Die Sänger waren am Samstag (24. Dezember) am Militärflugplatz Chkalovsky in Moskau in eine Tupolev Tu-154 des russischen Verteidigungsministeriums gestiegen. Ihr Flug führte sie zunächst nach Sochi, wo die Maschine neu aufgetankt wurde.

Danach lief etwas schief. Denn kurz nach dem Start von Flug RFF7091 in Sochi am 25. Dezember verschwand die Tu-154 vom Radar. Offenbar hatte sie vorher noch ihren Kurs verlassen und abgedreht. Das Unglück passierte gemäß den russischen Behörden um 5:40 Uhr Lokalzeit rund sieben Minuten nach dem Start. Das Wetter war zum Zeitpunkt des Unglücks gut.

Sänger, Journalisten, Besatzungsmitglieder

Inzwischen haben Rettungskräfte Trümmerteile im Schwarzen Meer gefunden. «Fragmente der vom Verteidigungsministerium betriebenen Tu-154 wurden rund 1,5 Kilometer vor der Küste im Schwarzen Meer in rund 50 bis 70 Metern Tiefe gefunden», so das Ministerium in einer Mitteilung. Auch fünf Leichen wurden inzwischen geborgen. An Bord der abgestürzten Tu-154 befanden sich 84 Passagiere*, neben den Mitgliedern des Alexandrow-Ensembles auch neun Journalisten, eine Mitarbeiterin eines Hilfswerks sowie acht Besatzungsmitglieder.

Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des russischen Föderationsrates schloss einen Terrorakt umgehend als Ursache aus. «Es war ein Flugzeug des Verteidigungsministeriums und es war der Luftraum Russlands», so Viktor Ozerov. «Eine solche Version ist unmöglich». Er tippt auf Pilotenfehler oder technische Probleme. Russland hat für den 26. Dezember Staatstrauer ausgerufen.

Alte Technik

Die betroffene Tu-154 wurde im September letztmals überholt, der letzte große Check hatte 2014 stattgefunden. Die nun verunglückte Tu-154 wurde 1983 mit Seriennummer 83A572 gebaut und trug das Kennzeichen RA-85572. Sie war also 33-jährig, hatte aber erst 6689 Flugstunden. Sie gehörte der 223. Luftwaffen-Staffel.

Die Tu-154 ist ein dreistrahliger Jet aus der Zeit der Sowjetunion. Von 1968 bis 2013 wurden 1026 Exemplare gebaut. Bisher gab es 39 Unfälle mit Toten mit dem Flugzeugtyp. Angesichts der vielen Flugstunden gilt das als gute Bilanz. Die Tu-154 ist allerdings von ihrer technischen Ausstattung her inzwischen doch sehr alt. Selbst die Luftfahrtbehörde des Landes rät, den Flieger aus dem Verkehr zu ziehen.

Mehr zum Thema

ticker-izhavia-1

Lizenz von Izhavia entzogen: Bericht über herausgerissene Seiten aus Notfallhandbuch

ticker-izhavia-1

Russland: Nach Aus von Izhavia übernehmen acht Airlines die Fluggäste

Boeing 777 von Red Wings: Am Boden.

Russland fusioniert Krisen-Airlines zu einer Holding

ticker-russland

Russland verschärft Flugbeschränkungen im Luftraum um Moskau

Video

Die Boeing 787 hebt in München ab: Viel Staub aufgewirbelt.
Ein Dreamliner ist beim Start in München ungewöhnlich spät abgehoben und hat dabei eine große Staubwolke aufgewirbelt. Die Boeing 787 von Vietnam Airlines flog danach Schleifen und kehrte zum Flughafen zurück. Sie steht noch immer neben der Piste.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Die Landung der saudischen Boeing 787 in Funchal: ungewöhnlicher Gast auf Madeira.
Langstreckenjets sind am Flughafen von Madeira seltene Gäste. Nun gab es eine Premiere: Eine Boeing 787 der saudischen Regierung landete in Funchal. An Bord sollen sich Mitglieder der Königsfamilie befunden haben.
Redaktion
fedex express boeing 777 f rosie
Der Flughafen Memphis trägt nun den Namen von Fedex-Gründer Frederick Wallace Smith. Die erste Landung nach der Umbenennung absolvierte eine Boeing 777 F mit ganz besonderer Bemalung.
Timo Nowack
Timo Nowack