Jet von Smartwings: Im Winter auch in Deutschland aktiv?

Mit Ex-Small-Planet-ChefsTschechische Smartwings plant deutschen Ableger

Die größte Fluggesellschaft Tschechiens will nach Deutschland expandieren. Dafür hat sie die ehemaligen Chefs der insolventen Small Planet Airlines Deutschland angeheuert.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Die tschechische Fluglinie Smartwings, ehemals Travel Service, bereitet den Start einer deutschen Tochter vor. Die Airline selber äußerte sich auch auf Nachfrage bisher nicht. Gegenüber dem Touristik-Fachmagazin FVW bestätigte aber einer der beiden designierten Chefs, Oliver Pawel, man werde im November 2019 starten, zuerst mit einer «Boeing B-737-800 max» - ob damit eine 737-800 gemeint ist oder eine 737 Max 8, ist nicht ganz klar.

Zweiter wichtiger Manager für die Startvorbereitungen ist demnach Andreas Wobig. Pawel und Wobig sind keine Unbekannten in der deutschen Luftfahrtbranche, ganz im Gegenteil. Sie standen bis Oktober 2014 gemeinsam an der Spitze von Germania. Dann führten sie Small Planet Airlines Deutschland, bis der Ferienflieger im September 2018 Insolvenz anmeldete. Beim Aufbau von Smartwings in Deutschland wolle man nun auch «auf Kapazitäten aus dem ehemaligen Small-Planet-Team zurückgreifen», so Wobig laut FVW.

Chartergeschäft mit Boeing-Fliegern

Smartwings will sich in Deutschland demnach als Ferienflieger etablieren. In Tschechien ist sie die größte Fluggesellschaft des Landes und hat ihren Schwerpunkt im Chartergeschäft. Bis Ende 2018 hieß die Airline noch Travel Service und Smartwings war lediglich der Namen ihres Billigablegers. Im Dezember benannte sich dann jedoch der ganze Konzern in Smartwings um. Er hat Töchter in Polen, Ungarn und der Slowakei, außerdem hält er 98 Prozent an der tschechischen Nationalairline CSA Czech Airlines.

CSA vermietet einige ihrer Airbus A319 in diesem Sommer auch an Eurowings, vor allem für den Einsatz in Stuttgart, will perspektivisch aber umbauen auf eine reine Boeing-737-Flotte. Smartwings selber betreibt bereits eine reine Boeing-Flotte. Im Februar 2018 flottete sie die erste 737 Max ein. Bis 2023 will sie 39 Exemplare des Modells betreiben.

Mehr zum Thema

Flieger von Small Planet: Zu oft zu spät.

Small Planet Deutschland ist insolvent

Airbus A319 von CSA Czech Airlines: 2019 für Eurowings unterwegs.

CSA tauscht Airbus A319 gegen Boeing 737 aus

Flieger von CSA in Prag: Korean Air wollte ein europäisches Drehkreuz.

CSA hat eine neue Eigentümerin

ticker-deutschland

Fluggesellschaften kritisieren fehlende Reform der Flughafenentgelte im Infrastruktur-Zukunftsgesetz

Video

Canadair CL-415 beim Wasser tanken: Das Flugzeug ist Teil des EU-Katastrophenschutzes.
Während in Frankreich, Spanien und Italien Zehntausende vor den Flammen fliehen, mobilisiert die EU ihre Löschflugzeugflotte Resc EU. Doch die Maschinen sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Ersatz ist bereits bestellt, kommt aber erst 2028.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die VA-1X von Vertical Aerospace: Zeigte in Farnborough, was sie kann.
Elektrische Senkrechtstarter gelten als eines der Zukunftsthemen der Luftfahrt. Auf der Farnborough Airshow demonstrierte Vertical Aerospace eindrucksvoll die Fähigkeiten seines Prototyps. Bis Passagiere regelmäßig mit Evtols fliegen, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin