Fracht vor Swiss-Maschine: Der Container war unbeschädigt.

1,2 Millionen aus Swiss-Jet geraubt

Ein Airbus von Swiss brachte Behälter mit Geldnoten von Zürich nach New York JFK. Doch am Zielort fehlte ein Teil des Geldes. Nun untersucht das FBI.

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Überraschung für die Federal Reserve Bank of New York. Die Zweigstelle der amerikanischen Notenbank erwartete eine größere Sendung Bargeld aus Zürich. Das Geld sollte mit Flug LX16 am Samstag (22. Juni) nach New York JFK geflogen werden. Doch als das Geldhaus die Sendung aus der Schweiz dann am Montagnachmittag nachzählte, bemerkte sie, dass 1,2 Millionen Dollar verschwunden waren. Nun untersucht das FBI den Fall. «Drei Behälter mit Bargeld wurden nach JFK geliefert», erklärte ein Sprecher gegenüber dem TV-Sender ABC. Sie seien alle versiegelt gewesen und in einem großen Frachtcontainer im Rumpf des Airbus A330 verstaut gewesen. Offenbar zeigte die äußere Hülle des Containers keinerlei Zeichen von Fremdeinwirkung.

Am Montag aber entdeckte ein Mitarbeiter, dass einer der Behälter ein Loch aufwies. Es sei genug groß gewesen, um einen Arm hineinzustecken, berichtet ABC. Weil der äußere Container nicht beschädigt war, glauben die amerikanischen Ermittler, dass der Raub sehr wahrscheinlich vor dem Abflug stattgefunden hatte.

Erinnerung an Lufthansa- und Helvetic-Raub

Es fehlen 12 Bündel mit je tausend 100-Dollar-Scheinen, die aus dem Behälter gestohlen wurden. Offenbar ließen die Täter aber weitere 92 Millionen Dollar unangetastet. Der größte je in JFK verübte Bargeldraub geschah 1978. Damals wurden fünf Millionen aus einem Lufthansa-Flieger gestohlen. Die Geschichte wurde von Regisseur Martin Scorcese in «Goodfellas» verfilmt.

Der neuste Vorfall erinnert an den Überfall auf eine Fokker 100 von Helvetic Airways in Brüssel im Februar. Damals stahlen die Gangster wertvolle Diamanten aus der Maschine, die für Swiss unterwegs war. Inzwischen sind sie aber gefasst.

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