Superjet von AeroflotWas bisher über die Bruchlandung von Moskau bekannt ist

Traurige Bilanz des Unglücks von Moskau-Sheremetyevo: 41 Menschen starben bei der misslungenen Notlandung eines Superjet 100 von Aeroflot. Die bisher bekannten Fakten.

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Der Verlauf: Flug SU1492 startete am Sonntagabend (5. Mai) um 18:02 Uhr Ortszeit am Flughafen Moskau-Sheremetyevo. Sein Ziel war Murmansk. Schon kurz nach dem Abheben bekamen die Piloten des Superjet 100 von Aeroflot Probleme. Offenbar fiel die Kommunikation aus - offenbar nach einem Blitzeinschlag.

Die Notlandung: Die Piloten planten gemäß der Nachrichtenagentur Flash Nord einen direkten Anflug auf Sheremetyevo. Den ersten Landeversuch mussten sie jedoch abbrechen. Sie zogen deshalb nochmals eine Schleife nördlich der russischen Hauptstadt, bevor sie auf Landebahn 24L zusteuerten. Bei der Notlandung schlug der Superjet 100 gemäß dem Flughafen um 18:30 Uhr hart auf. Videoaufnahmen aus dem Terminal zeigen, wie die gelandete Aeroflot-Maschine nach zwei ersten Aufsetzern plötzlich nochmals von der Piste abhebt, einige Meter über dem Boden schwebt, dann die Nase leicht senkt und heftig mit dem Heck aufschlägt. Offenbar ist dabei das Hauptfahrwerk gebrochen. Als der Superjet stoppte, drehte er sich nach links und kam quer zur Piste zum Stehen.

Der Brand: Durch den Aufprall der Triebwerke auf den Belag brach umgehend ein Feuer aus, das sich von den Tragflächen bis zum Leitwerk ausbreitete. Aeroflot bestätigte einen Brand und sprach davon, dass die Triebwerke bei der Landung Feuer gefangen hätten. Die Evakuierung dauerte 55 Sekunden. Der Brand wurde in 18 Minuten vollständig gelöscht.

Das Wetter: Zum Zeitpunkt des Unglückes hingen Regenwolken über dem Flughafen. Ein überlebender Pilot berichtete russischen Medien von einem Blitzeinschlag nach dem Start. Bestätigt ist das allerdings nicht.

Die Opfer: An Bord von Unglücksflug SU1492 befanden sich 73 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder. Nach neuesten Angaben der Behörden starben bei der Bruchlandung 41 Menschen, darunter ein Besatzungsmitglied. Aeroflot veröffentlichte in der Nacht auf Montag eine Liste mit den Namen von 37 Überlebenden, 32 haben sich bei der Bruchlandung nicht verletzt, fünf befinden sich im Krankenhaus.

Das Flugzeug: Der Superjet 100 trug das Kennzeichen RA-89098. Er wurde mit der Seriennummer 95135 produziert und am 27. September 2017 an Aeroflot ausgeliefert. Er wurde beim Unglück total zerstört. Der ganze hintere Teil ist komplett ausgebrannt oder verkohlt. Bilder des Wracks zeigen ein bis aufs Grundgerüst abgebranntes Heck. Das Flugzeug war im April 2019 das letzte Mal umfassend gewartet worden.

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