Jet von Santaco: Erst einmal geflogen

Santaco hebt doch nicht ab

Eigentlich wollten die Taxifahrer Südafrikas ein revolutionäres Airline-Konzept lancieren. Doch es kommt nicht vom Fleck.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Im November sollte es losgehen. Der South African National Taxi Council (Santaco) wollte eine eigene Fluggesellschaft gründen. Er sah eine Marktlücke: Man wollte arme Bevölkerungskreise ansprechen, die normalerweise tagelange Fahren in Bussen oder Taxis auf sich nehmen, um ihre Verwandtschaft in abgelegeneren Gebieten zu besuchen. Die Tickets sollten unabhängig von der Nachfrage rund 500 bis 600 Rand (ungefähr 55 Euro/70 Franken pro Strecke) kosten. Eigentlich ein Plan, der zu begrüßen wäre. Doch nun scheint Südafrikas Taxi-Airline vor dem Aus zu stehen.

Offenbar hat die Fluggesellschaft Probleme mit dem Abschluss verschiedener Verträge. Einer der wichtigsten ist wohl der mit dem Lanseria Airport bei Johannesburg. Es gebe keine Diskussionen mit Santaco, die Airline aufzunehmen, hieß es von einem Flughafenverantwortlichen gemäß der Zeitung Pretoria News. Zwar war der symbolische Erstflug im vergangenen Jahr von dort gestartet, doch seit diesem Charterflug habe man keine Geschäfte mit Santaco gemacht.

Kein Kontakt

Offenbar gab es sogar einen Versuch der Airport-Betreiber, das zu ändern. «Nachdem wir aus den Medien erfuhren, dass sie uns als Drehkreuz benutzen wollen, haben wir versucht, mit ihnen Kontakt aufzunehmen», so Flughafenmanager Gavin Sayce. Doch das sei erfolglos geblieben. Bis auf die wiederholte Verlegung des Starttermins für die regulären Flüge ließ die Airline selbst bisher nicht viel von sich hören. Jetzt aber meldete sich und gab gleich einen weiteren Rückschlag bekannt. Der Konzern, der für die operativen Geschäfte verantwortlich sein sollte, unterschrieb noch keinen Vertrag. Noch habe man sich nicht mit Standby Travel geeinigt, erklärte ein Santaco-Verantwortlicher gegenüber den Pretoria News. Dass man nicht vom Fleck komme, habe auch damit zu tun, dass sich die wirtschaftliche Situation in den vergangenen Monaten massiv verschlechtert habe. «Unsere Pläne bleiben bestehen. Aber gestiegene Flughafensteuern, die wirtschaftliche Verschlechterung und der hohe Kerosinpreis zwingen uns, alles noch einmal neu zu kalkulieren.»

Mehr zum Thema

Airbus A320 von South African Airways: bisher nur als Ceo-Version in der SAA-Flotte.

Südafrika nimmt neuen Anlauf für Privatisierung von South African Airways

ticker lift

Lift baut Flotte aus und fliegt erstmals international

Boeing 737-800 von Mango Airlines in Johannesburg: Kehrt die Airline zurück?

Mango Airlines will nach vier Jahren am Boden neu starten

Airbus A340 von Swiss: Muss ab Johannesburg zwischenlanden.

Lufthansa und Swiss müssen auf Flügen ab Johannesburg Tankstopp einlegen

Video

airbus a330 200 iran air
Ausnahmen sind offenbar nicht geplant: Der US-Finanzminister kündigt an, ab Mittwoch alle Unternehmen zu sanktionieren, die mit jedweder iranischen Fluggesellschaft zusammenarbeiten. So wollen die Vereinigten Staaten die Airlines international lahmlegen.
Timo Nowack
Timo Nowack
midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg