Jet von Santaco: Erst einmal geflogen

Santaco hebt doch nicht ab

Eigentlich wollten die Taxifahrer Südafrikas ein revolutionäres Airline-Konzept lancieren. Doch es kommt nicht vom Fleck.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland

Im November sollte es losgehen. Der South African National Taxi Council (Santaco) wollte eine eigene Fluggesellschaft gründen. Er sah eine Marktlücke: Man wollte arme Bevölkerungskreise ansprechen, die normalerweise tagelange Fahren in Bussen oder Taxis auf sich nehmen, um ihre Verwandtschaft in abgelegeneren Gebieten zu besuchen. Die Tickets sollten unabhängig von der Nachfrage rund 500 bis 600 Rand (ungefähr 55 Euro/70 Franken pro Strecke) kosten. Eigentlich ein Plan, der zu begrüßen wäre. Doch nun scheint Südafrikas Taxi-Airline vor dem Aus zu stehen.

Offenbar hat die Fluggesellschaft Probleme mit dem Abschluss verschiedener Verträge. Einer der wichtigsten ist wohl der mit dem Lanseria Airport bei Johannesburg. Es gebe keine Diskussionen mit Santaco, die Airline aufzunehmen, hieß es von einem Flughafenverantwortlichen gemäß der Zeitung Pretoria News. Zwar war der symbolische Erstflug im vergangenen Jahr von dort gestartet, doch seit diesem Charterflug habe man keine Geschäfte mit Santaco gemacht.

Kein Kontakt

Offenbar gab es sogar einen Versuch der Airport-Betreiber, das zu ändern. «Nachdem wir aus den Medien erfuhren, dass sie uns als Drehkreuz benutzen wollen, haben wir versucht, mit ihnen Kontakt aufzunehmen», so Flughafenmanager Gavin Sayce. Doch das sei erfolglos geblieben. Bis auf die wiederholte Verlegung des Starttermins für die regulären Flüge ließ die Airline selbst bisher nicht viel von sich hören. Jetzt aber meldete sich und gab gleich einen weiteren Rückschlag bekannt. Der Konzern, der für die operativen Geschäfte verantwortlich sein sollte, unterschrieb noch keinen Vertrag. Noch habe man sich nicht mit Standby Travel geeinigt, erklärte ein Santaco-Verantwortlicher gegenüber den Pretoria News. Dass man nicht vom Fleck komme, habe auch damit zu tun, dass sich die wirtschaftliche Situation in den vergangenen Monaten massiv verschlechtert habe. «Unsere Pläne bleiben bestehen. Aber gestiegene Flughafensteuern, die wirtschaftliche Verschlechterung und der hohe Kerosinpreis zwingen uns, alles noch einmal neu zu kalkulieren.»

Mehr zum Thema

Airbus A320 von South African Airways: bisher nur als Ceo-Version in der SAA-Flotte.

Südafrika nimmt neuen Anlauf für Privatisierung von South African Airways

ticker lift

Lift baut Flotte aus und fliegt erstmals international

Boeing 737-800 von Mango Airlines in Johannesburg: Kehrt die Airline zurück?

Mango Airlines will nach vier Jahren am Boden neu starten

Airbus A340 von Swiss: Muss ab Johannesburg zwischenlanden.

Lufthansa und Swiss müssen auf Flügen ab Johannesburg Tankstopp einlegen

Video

6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Anflug auf Tel Aviv mit Airbus A330 von Swiss: Vorerst nicht mehr möglich.
Jahrelang gehörte der Airbus A330 auf der Strecke zwischen Zürich und Tel Aviv zum gewohnten Bild. Doch damit ist vorerst Schluss: Swiss stellt im Sommer 2027 sämtliche Flüge auf Airbus A321 Neo um.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack