Verschiedene Mitglieder der 737-Max-Familie, visualisiert im Design von Lion Air: Die Fluglinie ist ein großer Kunde von Boeing.

Ärger um 737 MaxStreicht Lion Air Bestellungen bei Boeing?

Die Suche nach den Ursachen des Absturzes einer Boeing 737 Max von Lion Air belastet die Beziehungen zwischen Hersteller und Fluglinie. Jetzt werden offene Orders zum Thema.

Top-Jobs

Smartline

Commander / First Officer Cessna Latitude C680A (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna C560XLS (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna 525 (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Interpersonal

Trainer (SFI/TRI/TRE, all genders)

Interpersonal trainerpool
Vollzeit
Hamburg
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Lion-Air-Mitgründer Rusdi Kirana scheint wütend auf Boeing zu sein. Und er soll deshalb mit dem Gedanken spielen, Bestellungen bei dem Flugzeugbauer zu streichen. Das berichten die Zeitung Seattle Times und die Nachrichtenagentur Reuters. Auslöser ist demnach Boeings Kritik am Zwischenbericht zum Absturz einer Boeing 737 Max von Lion Air Ende Oktober.  Kirana sieht in Boeings Verhalten einen Versuch, von der Debatte um die technischen Systeme der 737 Max abzulenken und Lion Air verantwortlich zu machen.

«Er ist sehr verärgert über Boeing», sagte ein Airline-Financier, der Kirana gut kennt, gegenüber der Seattle Times. Gemäß dem Financier sowie dem Chef einer Leasingfirma soll sich die Beziehung zwischen dem Airline-Gründer und dem US-Flugzeugbauer schon in den vergangenen Jahren verschlechtert haben. Die aktuellen Geschehnisse hätten alles schlimmer gemacht. Nach Boeings Kritik am Zwischenbericht soll Kirana schließlich eine Überprüfung der Flugzeugbestellungen angeordnet haben.

190 offene Bestellungen

Kirana hat den Chefposten bei Lion Air zwar abgegeben und ist mittlerweile Indonesiens Botschafter in Malaysia. Dennoch soll er laut der Zeitung noch 50 Prozent der Anteile an der Gruppe halten, zu der neben Lion Air Indonesia auch Ableger in Malaysia und Thailand gehören. Die wichtigen Entscheidungen bei Lion Air laufen demnach weiterhin über Kirana.

Lion Air hat bei Boeing per Ende Oktober noch Bestellungen über 190 Flugzeuge mit einem Listenpreis von insgesamt 22 Milliarden Dollar offen. Die Order von 201 Boeing 737 Max im Jahr 2011 galt als eine der größten Bestellungen überhaupt. Der damalige US-Präsident Barack Obama war bei der Unterzeichnung des Deals anwesend.

Wäre Lion Air eine Reduzierung gerade recht?

Dass Kirana sich nun verärgert über Boeing zeigt, könnte auch ein taktisches Manöver sein. Denn in Branchenkreisen heißt es, Lion Air habe sich mit ihren Bestellungen übernommen und eine Reduzierung käme der Fluggesellschaft gerade recht. Auch der Financier sagte gegenüber der Seattle Times, Kirana erkenne wohl, dass er viele Jets bestellt habe, es jedoch am nötigen Kapital fehle. Offiziell äußern will Lion Air sich bisher nicht.

Mehr zum Thema

Boeing 737 Max: Der Flugzeugbauer widerspricht den indonesischen Ermittlern.

Boeing kritisiert Bericht zu Unglücksflug JT610

Taucher an der Unglücksstelle von Flug JT610: Sie halten weiterhin nach der zweiten Black Box Ausschau

Boeing 737 Max von Lion Air war «nicht flugtauglich»

Boeing 737 Max von Southwest: Eine Änderung steht an.

Southwest Airlines rüstet Boeing 737 Max auf

Flieger mit Boeing-Logo: Der Hersteller zahlt an Hinterbliebene.

Fluglinie aus Kamerun und Boeing streiten 30 Jahre nach Absturz um 179 Millionen Dollar

Video

alaska airlines missionarin
Eine christliche Influencerin hielt in einem Flugzeug von Alaska Airlines unaufgefordert eine Rede über Gott und Jesus - und das nicht zum ersten Mal. Nun musste sie am Gate weiterpredigen.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a321 neo jetsmart sprayer
Sprayer haben am Flughafen Santiago de Chile einen Airbus A321 Neo besprüht, der noch nicht mal ein Jahr alt ist. Es handelt sich um einen von drei Jets im Besitz von Jetsmart, die Wizz-Air-Farben tragen.
Timo Nowack
Timo Nowack
Boeing AH-64 Apache - in 19 Armeen rund um den Erdball unterwegs
Militärfluggeräte kommen und gehen. Der Apache bleibt. Der Kampfhubschrauber flog vor mehr als 50 Jahren zum ersten Mal und wird wohl noch bis 2060 im Dienst der US Army und weiterer Armeen bleiben. Dies liegt nicht nur an seiner Panzerung und seiner Wendigkeit.
gerard al fil
Gérard Al-Fil