Boeing 737-900 von Lion Air: Die EU hat Sicherheitsbedenken

Rekordauftrag von gesperrter Airline

Boeing verkündet die nächste Milliardenbestellung. Dabei darf die indonesische Käuferin Lion Air Europa nicht einmal anfliegen.

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Der amerikanische Flugzeugbauer scheint gerade einen Lauf zu haben: 201 Flugzeuge vom Typ Boeing 737 MAX bestellt die indonesische Fluggesellschaft Lion Air und gleich auch noch 29 vom Typ B737-900. Der Auftrag hat einen Wert von 21,7 Milliarden Dollar. Er toppt damit den von Emirates, der vor wenigen Tagen Schlagzeilen machte. Er hatte einen Umfang von 18 Milliarden. Die Airline orderte an der Dubai Air Show 50 Langstreckenflieger vom Typ B777. Die neue Bestellung schlägt auch von der Anzahl den bisherigen Rekord um Längen. Der lag bei 189 Fliegern, die United Airlines 1989 bestellte.

Bei der Unterzeichnung des Deals soll auch hoher Besuch anwesend sein. Wie es in einer Mitteilung aus dem Weißen Haus heißt, wird Präsident Barack Obama am Freitag (18. November) dabei sein, wenn der Rekorddeal besiegelt wird. Die Bestellung schaffe enorm viele Arbeitsplätze und sei daher gut für die amerikanische Wirtschaft. Laut Communiqué enthält die Vereinbarung auch Optionen über weitere 150 Flieger im Wert von 14 Milliarden Dollar.

EU zweifelt an der Sicherheit

Erstaunlich ist, dass Lion Air zu den gesperrten Airlines gehört. Sie steht auf der Schwarzen Liste der EU. Die Flieger dürfen daher keine europäischen Flughäfen ansteuern. Der Grund sind Sicherheitsbedenken. Damit steht die größte private Fluggesellschaft Indonesiens nicht alleine. Die EU-Behörden trauen dem indonesischen Zertifizierungsprozess nicht. Dieser gewährleiste keine genügende Sicherheit der Passagiere. Indonesien gehört neben der Demokratischen Republik Kongo und Kasachstan zu den Ländern mit den meisten in der EU gesperrten Fluglinien. Nur einzelne Airlines aus dem Lande, etwa Garuda, sind von der Sperrung ausgenommen, da sie sich von einer anderen Behörde haben zertifizieren lassen.

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