Letzte Aktualisierung: um 18:45 Uhr
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Stromausfall erzürnt Aeroflot

Ein Kurzschluss legte den Moskauer Flughafen Scheremetjewo lahm. Nun fordert die russische Airline Schadensersatz.

Flughafen Scheremetjewo

FLughafen Scheremetjewo: Plötzlich ohne Elektrizität.

Kleine Ursache, große Wirkung: Um 8:52 Uhr kam ein Baukran der Hauptleitung zu nahe, welche den zweitgrößten internationalen Moskauer Flughafen versorgt. Daraufhin kam es zu einem Kurzschluss. Ganz Scheremetjewo war deshalb am Mittwochmorgen (12. September) just zur Stoßzeit ohne Strom. «Der Flughafen wurde umgehend auf Notstrom umgestellt», erklärte die lokale Elektrizitätsgesellschaft MOESK. Doch während die Terminals E und F rasch wieder in Betrieb waren, blieb Terminal D ohne Energieversorgung. Die Systeme zur Steuerung des Check-Ins, der Gepäckabfertigung und teilweise auch des Zolls waren mindestens eine halben Stunde lang außer Betrieb.

Erst um 13 Uhr hatte auch dieser Teil des Flughafens aber wieder die volle Elektrizitätszufuhr. Das hatte massive Folgen, vor allem für Aeroflot. Die russische Nationalairline musste mehrere Flüge von ihrem Terminal D zum Terminal E verlegen, was zu massiven Verspätungen führte. Beobachter berichteten von Horden von Passagieren, die eiligst zur neuen Abfertigungshalle liefen. Außerdem kam es bei 18 internationalen und rund 12 Inlandsflügen zu Verzögerungen bei Fliegern, die zwar am geplanten Abflugsplatz verblieben, aber erst nach einer Wartezeit abgefertigt werden konnten. Die Fluggesellschaft erwartete eine Normalisierung erst für den Mittwochabend.

Flughafen soll Schuld sein

Nun fordert Aeroflot von der Betreiberin des Flughafens Scheremetjewo Schadensersatz. Man werde Klage einreichen. Dies habe das Management bereits beschlossen. «Der Airport versagte, indem er keinen Notstromgenerator anwarf», so die Airline in einer Medienmitteilung. Der Flughafen wiederum macht den Stromversorger verantwortlich. Auf jeden Fall untersucht die städtische Transportaufsichtsbehörde nun den Vorfall. Und das Energieministerium setzte eine Arbeitsgruppe ein, die sicherstellen soll, dass sich solche Probleme nicht wiederholen, wie die Zeitung The Moscow Times berichtet.



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