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Staat stützt South African

Die Regierung stellt der kriselnden Fluglinie eine Bürgschaft aus. Dadurch kann sie den Betrieb weiterführen. Das passt der Konkurrenz gar nicht.

SAA

Flieger von South African Airways: Garantie der Regierung.

Der Eklat bewirkte zumindest eines: Die Ministerin Pretoria handelten. Der Staat bürgt rückwirkend per 1. September und bis Ende August 2014 für die Verpflichtungen von South African Airways (SAA). Er setzte dabei eine Obergrenze von 5 Milliarden Rand (rund 465 Millionen Euro/560 Millionen Franken). «Die Bürgschaft ermöglicht es der Fluggesellschaft, am Kapitalmarkt Geld aufzunehmen, um so den Betrieb sicherzustellen», sagte Malusi Gigaba, Minister für öffentliche Unternehmen am Dienstag. Im Gegenzug muss das Management der nationalen Fluggesellschaft der Regierung einen Restrukturierungsplan vorlegen. Die Fortschritte werden von den Ministern monatlich überprüft.

Im Geschäftsjahr 2011 steigerte South African Airways zwar den Gewinn von 442 Millionen auf 782 Millionen Rand. Doch der Zuwachs war einzig auf das außerordentliche Passagierplus während der Fußballweltmeisterschaft zurückzuführen. Zuvor flog die Fluggesellschaft meist Verluste ein. Seit der Liberalisierung des Marktes häuften sich so Fehlbeträge von 17 Milliarden Rand an. Vor allem die Konkurrenz im Inland setzt SAA zu. Gerüchteweise erzielte sie im Geschäftsjahr 2012 per Ende März erneut einen Verlust von 1,5 Milliarden Rand, ihre Billigtochter Mango verlor demnach nochmals 100 Millionen. Dieser Entwicklung will das Management mit einer Expansionsstrategie begegnen. So sollen weitere Ziele innerhalb Afrikas bedient werden. Zudem plant der Vorstand bis 2017 den Kauf von zwanzig neuen Airbus.

Private beklagen sich

Doch die Konkurrenz wehrt sich nun gegen die staatliche Hilfe. Man werde alle Schritte unternehmen, um eine Subventionierung zu verhindern, erklärte Erik Venter. Der Chef der privaten Comair beklagt sich in der Zeitung The Citizen, dass South African ohne Unterstützung durch die Regierung die Verluste im Inlandgeschäft nicht tragen könnte. Eine private Fluglinie wäre schon lange Konkurs gegangen, so Venter.



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