Malev sucht händeringend nach einem Investor - möglichst aus Europa.

Wieder Millionen für Malev

Schon wieder greift der Staat der strauchelnden Nationalairline unter die Arme - schon wieder mit Millionen.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Inflight Service Personnel (M/F/D)

Feste Anstellung
Business Aviation
Goldeck-Flug GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Wien/LOWW/VIE
Pilatus Logo

Mechaniker & Spengler

Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs

Inmitten der Suche nach einem Käufer schießt der ungarische Staat erneut mehrere Millionen in die marode Malev ein. Den Kredit für die Staatsairline stellt der ebenfalls staatliche Vermögensverwalter MNV zur Verfügung, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet. Rund 5 Milliarden Forint (rund 16 Millionen Euro/20 Millionen Franken) beträgt die Summe dieses Mal. Schon einmal hatte die Regierung der Fluglinie in diesem Jahr helfen müssen. Bereits im Sommer gab sie Malev eine Finanzspritze von 18,5 Milliarden Forint (69 Millionen Euro/82 Millionen Franken), um die traditionsreiche Airline vor einem Grounding zu bewahren. Denn ein Aus der Fluggesellschaft wäre in den Augen vieler Ungarn katastrophal. Tausende Arbeitsplätze hängen an ihr - direkt und indirekt.

Momentan ist Malev auf der Suche nach einem Investor. Doch die gestaltet sich alles andere als einfach. So sprang die chinesische Hainan aus Gründen der Profitabilität im Dezember wieder ab (aeroTELEGRAPH berichtete). Schon mehrfach waren Privatisierungspläne zuvor gescheitert. Die Airline war 2007 privatisiert worden. Die Anteile gingen zuerst an ein russisches Konsortium und von dort an die russische Vnesheconombank weiter. Die wollte ihre Anteile dann wieder los werden. Da sich kein Käufer fand, sprang der ungarische Staat ein. Im Februar 2010 übernahm Budapest also wieder 95 Prozent der Anteile und musste noch 25 Milliarden Forint (94 Millionen Euro/112 Millionen Franken) in die Fluglinie einschießen.

Privatisierungskreislauf

Davor hatte der Staat schonmal ungewollt zehn Jahre lang die Aktienmehrheit besessen. 1997 hatte er die Anteile privater Investoren zurückkaufen müssen. Denn Hauptaktionärin Alitalia (1992 bei der ersten Privatisierung eingestiegen) suchte damals den Ausstieg. Jetzt ist man trotz dieser Vorgeschichte offenbar noch optimistisch. Anfang Dezember erklärte Entwicklungsminister Tamas Fellegi, es gebe schon einen sehr konkreten Interessenten. Die Gespräche seien weit fortgeschritten, heißt es. Aber wer genau der Geldgeber sein soll, will die Regierung nicht verraten, da es ein börsennotierter Konzern sei. Auch wenn noch kein offizieller Interessent bekannt ist, spekulieren Medien auf die tschechische Unimex Group mit ihrer Fluggesellschaft Travel Service - die größte private Airline des Nachbarlandes.

Mehr zum Thema

Airbus A330 von Aerolineas Argentinas in Ushuaia: Die Airline gehört künftig den Angestellten.

Argentiniens Präsident übergibt Aerolineas und Austral an Angestellte

Wie Lufthansa privatisiert wurde

Wie Lufthansa privatisiert wurde

Airbus A350 von Malaysia Airlines: Wer greift am Ende zu?

Kein attraktives Angebot für Malaysia Airlines

Flughafen: Soll unter staatlicher Kontrolle bleiben, wenn es nach der Iata geht.

Airlines wettern gegen Privatisierung von Flughäfen

Video

vueling airbus a320 mann auf flugzeug
Sicherheitsvorfall am Flughafen Valencia. An dem spanischen Airport ist am Wochenende ein junger Mann auf ein Flugzeug von Vueling geklettert.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a330 antarktis
Im vergangenen Dezember landete erstmals ein Airbus A330 in der Antarktis. Jetzt gibt es reichlich Einblicke ins Cockpit während dieses Fluges.
Timo Nowack
Timo Nowack
Das Wrack der Beechcraft 1900 von Satena: Liegt in schwierigem Gelände.
Im Nordosten Kolumbiens ist eine Beechcraft 1900 auf dem Weg nach Ocaña abgestürzt. Alle 15 Menschen an Bord des Flugzeuges der Staatsairline Satena kamen ums Leben.
Laura Frommberg
Laura Frommberg