Airbus A340-600 von South African Airways: Die Fluglinie existiert seit 1934.

SAA geht das Geld ausSouth African Airways will gesamte Belegschaft entlassen

Schon vor der Corona-Krise war South African Airways angeschlagen. Nun droht ihr das Aus. Es gibt bereits einen Vorschlag zur Entlassung aller Angestellten.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Schon seit vergangenem Dezember steht South African Airways unter Gläubigerschutz. Doch die wirklich schlechte Nachricht kam am vergangenen Dienstag (15. April). Da wies die Regierung die Bitte der Sonderverwalter zurück, mit weiteren zehn Milliarden Rand oder umgerechnet 490 Millionen Euro zu helfen. Der Staat, der die Nationalairline seit Jahren das Überleben sicherte, hat in der Corona-Krise andere Prioritäten.

Nun rückt die Liquidierung der Airline näher. Am Freitag (17. April) veröffentlichten südafrikanische Medien ein Schreiben der Sonderverwalter an das Management und die Gewerkschaften von SAA. Es sieht vor, alle rund 4700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu entlassen. Im Gegenzug sollen sie erhalten: für jedes Dienstjahr einen Wochenlohn, dazu einen Monatslohn, anteilig einen 13. Monatslohn sowie Vergütung für ausstehenden Urlaub.

Bleibt Geld für Abfindungen?

Die Kabinencrew-Gewerkschaft Sacca, die rund 60 Prozent der Angestellten von South African Airways  repräsentiert, erklärte am Wochenende, sie halte das Schreiben für illegal. Viele der aufgeführten Gewerkschaften seien gar nicht kontaktiert worden. Die Arbeitnehmervertretung fürchtet auch, dass bei einer Liquidierung der Fluglinie andere Schuldner vorrangig bedient werden und gar kein Geld übrig bleibt, die Zahlungen an die Mitarbeiter zu leisten.

Als einziger Gesellschafter von South African Airways muss die Regierung dem Plan zur Entlassung aller Mitarbeiter zustimmen. Angesichts der unpopulären Maßnahme gibt sie sich noch vorsichtig. So erklärte das Ministerium für Staatsunternehmen am Wochenende, eine Streichung aller Jobs stehe nicht unmittelbar bevor. Man berate immer noch mit den Gewerkschaften über ein neues Geschäftsmodell.

Bericht von der Regierung

Auch die Sonderverwalter würden sich noch in Verhandlungen mit Regierung, Gewerkschaften und Kreditgebern befinden. Noch am Montag (20. April) wird ein Bericht von der Regierung zur Lage bei South African Airways erwartet. Offenbar hat die Fluggesellschaft nur noch Geld für zwei Wochen.

Mehr zum Thema

Flieger von South African Airways: Ende nach 84 Jahren?

Regierung lässt South African Airways fallen

Airbus A340 von SAA: Die Airline sortiert die Flotte aus.

South African verkauft neun Airbus A340

Airbus A330 von South African: Auch die Erneuerung der Flotte soll helfen.

South African stoppt Flüge nach München

Airbus A320 von South African Airways: bisher nur als Ceo-Version in der SAA-Flotte.

Südafrika nimmt neuen Anlauf für Privatisierung von South African Airways

Video

latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die D-AIHW von Lufthansa: Der Airbus A340-600 machte die Derière.
Jetzt ist es vorbei mit Airbus A340-600 bei Lufthansa. Zum Abschied des letzten Exemplares des Vierstrahlers blicken wir auf fünf Besonderheiten zurück, die ihn zu einem der faszinierendsten Langstreckenjets machten.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
airbus a321 p2f qantas
Einst beförderten sie Fluggäste für China Southern: Jetzt erweitert Qantas mit umgebauten A321 ihre Frachterflotte und fliegt mit den Airbus-Jets für die australische Post. Es ist die Ablösung für die BAE 146-300.
Timo Nowack
Timo Nowack