Flieger von South African Airways: Ende nach 84 Jahren?

Keine Staatsgelder mehrRegierung lässt South African Airways fallen

Südafrika braucht Geld für den Kampf gegen die Pandemie und die Wirtschaftskrise. Deshalb erteilt die Regierung weiteren Finanzspritzen für South African Airways eine Absage.

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Der Termin wurde bereits zwei Mal verschoben. Ende Februar hätte die Führung von South African Airways den Gläubigern eigentlich einen Sanierungsplan präsentieren müssen. Doch als es soweit war, verlangte sie einen Monat mehr Zeit. Und dann brach die Corona-Krise über die Branche herein und auch der zweite Termin platzte.

Neuer Stichtag ist der 29. Mai. Doch es ist unklar, ob die nationale Fluggesellschaft Südafrikas, die sich seit vergangenen Dezember in Gläubigerschutz befindet, überhaupt noch so viel Zeit hat. Aktuell überlebt sie nur dank eines Notkredits der staatlichen Development Bank of Southern Africa über 3,5 Milliarden Rand, umgerechnet 220 Millionen Euro.

Mehr als eine Milliarde an Staatsgeldern

Die Regierung in Pretoria hat vor Ostern in einem Brief klar gemacht, dass South African Airways nicht mit weiterem Geld rechnen kann. Es gebe weder weitere Garantien noch Zuschüsse, so Pravin Gordhan, Minister für Staatsbetriebe. Offenbar hatten die Sonderverwalter der Fluggesellschaft weitere zehn Milliarden Rand oder umgerechnet 490 Millionen Euro für SAA verlangt.

Doch die südafrikanische Regierung hat andere Prioritäten. Die Corona-Krise belaste die nationalen Finanzen. Und die brauche man jetzt im Kampf gegen die Pandemie, so Gordhan im Schreiben an die Sonderverwalter.

Mehr als eine Milliarde an Staatsgeldern

Die Sonderverwalter müssten bei der Rettung von South African Airways mit eigenen Mitteln auskommen, heißt es im Brief weiter. Zuvor hatten bereits Vertreter von anderen Unternehmen die Regierung aufgerufen, keinen weiteren Rand in die Fluglinie zu investieren. Auch die südafrikanische Wirtschaft leidet unter der Krise.

In den vergangenen drei Jahren hat South African Airways mehr als 20 Milliarden Rand oder eine Milliarde Euro an Staatsgeldern erhalten. Experten in Südafrika rechnen nach der klaren Absage der Politik mit dem schlimmsten: der definitiven Insolvenz. Damit würde eine Firmengeschichte enden, die 1934 begonnen hatte.

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