Neue Boeing 787-9So plant Austrian Airlines die Einflottung der elf Dreamliner

Bis in vier Jahren will die österreichische Nationlairline die Modernisierung ihrer Langstreckenflotte abschließen. Was plant Austrian Airlines in diesem Prozess und welche Fragen sind noch zu lösen?

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Nun ist auch die OE-LPM zurück in Europa. Die zweite Boeing 787-9 von Austrian Airlines startete am Montagabend in Taipeh und wird am Dienstagmorgen (28. Mai) in Teruel in Spanien landen. Dort wird sie danach ihr rot-weißes Farbkleid bekommen.

In Taipeh wurde der Dreamliner in den vergangenen fünf Wochen beim Wartungsunternehmen EGAT für seinen Einsatz in Österreich vorbereitet. Dabei installierten die Fachleute des taiwanischen Wartungsunternehmens neue Software, passten das Kommunikationssystem an und adaptierten die Notfallausrüstung an den Standard von Austrian Airlines. «Weitaus am meisten gab aber die Kabine zu tun», sagt Klaus Schludnig, Projektleiter Einflottung 787 bei AUA.

«Wir stellen bewusst sehr hohe Ansprüche»

Denn die OE-LPM flog wie die bereits für AUA fliegende OE-LPL früher für Bamboo Airways. Das bestehende Interieur wurde von der österreichischen Lufthansa-Tochter zwar übernommen. Doch es wurde eine Sanierung und ein sogenanntes Trim-and-Finish-Programm durchgeführt, also ein Anpassen und Ausbessern von Oberflächen.

Dabei wurden beispielsweise die Tapeten, Logos, Schilder angepasst sowie Sitzbezüge und Kopfstützenbezüge ausgewechselt. Austrian Airlines ließ aber auch auch Gebrauchsschäden aus dem Betrieb bei der vietnamesischen Vorbetreiberin behoben. «Wir stellen dabei bewusst sehr hohe Ansprüche. Wir wollen den Gästen ein wirklich neuwertiges und hochstehendes Produkt bieten», sagt Schludnig.

Als nächstes fünf Hainansa-Dreamliner

Die zweite Boeing 787 wird ebenfalls in den kommenden Wochen in Betrieb genommen. Danach bekommt Austrian Airlines neun weitere Dreamliner. «Bis 2028 soll die Einflottung abgeschlossen sein», sagt AUA-Projektleiter Schludnig.

Die fünf weiteren Exemplare werden von Lufthansa an die österreichische Schwester weitergereicht. Es sind die fünf Exemplare, die bei Boeing in der Konfiguration von Hainan Airlines gebaut wurden, aber dann an Lufthansa ausgeliefert wurden. Sie wurden an die Lufthansa-Standards angepasst, besitzen jedoch dieselbe Konfiguration und Kabineneinrichtung wie die ersten beiden Boeing 787 von Austrian Airlines. Sie werden gerne Hainansa-Dreamliner genannt.

Kabine der letzten vier Boeing 787 noch nicht bestimmt

Danach erhält Austrian Airlines nochmals vier Boeing 787 direkt ab Werk. «Welche Kabinenkonfiguration sie bekommen werden, ist noch nicht entschieden», sagt Schludnig. Auch wenn das von Bamboo und Hainan übernommene Interieur sehr gut sei, werde die Einrichtung für die vier letzten Dreamliner genau evaluiert. «Ziel ist es, die Flotte mit einem modernen sowie einheitlichen Flotten- und Kabinenstandard auszustatten», so der AUA-Manager.

Austrian Airlines musste lange auf die Erneuerung ihrer in die Jahre gekommenen Langstreckenflotte warten. Denn aus der Lufthansa-Konzernzentrale hieß es stets: «Neue Flugzeuge gibt es erst, wenn ihr die auch selbst finanzieren könnt». Als dann die Lufthansa Group die Modernisierung doch bewilligte, gestand sie der österreichischen Tochter zehn Dreamliner als Ersatz für ihre neun deutlich über 20 Jahre alten Boeing 767 und 777 zu. Doch inzwischen kann sie sogar elf Boeing 787-9 übernehmen. Das erlaubt ihr die Erhöhung von Frequenzen und die Aufnahme neuer Ziele.

In der oben stehenden Bildergalerie sehen Sie die Bilder aus dem ersten Dreamliner von Austrian Airlines Ein Klick aufs Foto öffnet die Galerie im Großformat.

Mehr zum Thema

Was Austrian Airlines an Bord ihrer ersten Boeing 787 bietet

Was Austrian Airlines an Bord ihrer ersten Boeing 787 bietet

Boeing 787 in den Farben von Austrian Airlines: Doch schon früher?

Erste Boeing 787 von Austrian Airlines wird vorerst in Weiß fliegen

Dreamliner in Austrian-Farben über Wien: Am Anfang mit Lufthansa-Crews im Cockpit.

Lufthansa leiht Austrian Airlines Dreamliner-Crews aus

Bordservice Project Fox: Bei Lufthansa werden die Komponenten nun getrennt erhitzt.

Mehr Gourmet, weniger Toilette: Neuer Lufthansa-Bordservice hat gesperrtes WC zur Folge

Video

Testflug für die Autoland-Zertifizierung für den Pilatus PC-12: Die Testcrew musste nicht eingreifen.
Knopf drücken, und der Rest passiert von selbst. Pilatus zeigt erstmals, wie Autoland den PC-12 Pro sicher auf die Piste bringt. Easa und FAA haben das System nun für das Flugzeug zugelassen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a330 200 iran air
Ausnahmen sind offenbar nicht geplant: Der US-Finanzminister kündigt an, ab Mittwoch alle Unternehmen zu sanktionieren, die mit jedweder iranischen Fluggesellschaft zusammenarbeiten. So wollen die Vereinigten Staaten die Airlines international lahmlegen.
Timo Nowack
Timo Nowack
midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack