Dornier 328 von Skywork Airlines: Weiter Schweizerisch.

Skywork bleibt schweizerisch

Eigentlich wollte sich die Regionalairline mit der deutschen MHS Aviation zusammentun und in Deutschland eine neue Lizenz erhalten. Nun passiert das nicht.

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Am Anfang klang alles noch zuversichtlich. Mehr Effizienz, eine neue Ausrichtung und eine - zumindest auf dem Papier - neue Heimat sollte Skywork erhalten. Mit der deutschen MHS Aviation wollte es die Schweizer Regionalfluggesellschaft nach hohen Verlusten endlich aus der Krise schaffen. Zu diesem Zweck sollten die Flugzeuge von Skywork neu in Deutschland registriert und der Flugbetrieb an MSH ausgelagert werden. Daraus wird nichts.

Wie die Fluggesellschaft mitteilt, hat das Schweizerische Bundesamt für Zivilluftfahrt Bazl die Betriebslizenz bis zum 31. Oktober 2014 verlängert – ein ungewöhnlich kurzer Zeitraum. Man wolle der Fluglinie Zeit geben, «die Restrukturierung abzuschließen und eine nachhaltige Finanzierung in den Weg zu leiten». Skywork ist also einmal mehr auf dem Prüfstand.

«Abstand genommen»

Von Skywork heißt es außerdem, man habe nun Abstand von der Umregistrierung der Flotte auf MHS Aviation genommen. Diese war ohnehin alles andere als problemlos verlaufen. Sie benötige «viel mehr» Zeit als zunächst gedacht, hieß es von der Fluggesellschaft erst kürzlich. «Skywork wird den Betrieb in der Schweiz weiterführen», heißt es nun. «Wir konzentrieren uns weiterhin auf unser Angebot ab Bern», so Geschäftsführer Rolf Hartleb.

Die Gründe für die 180-Grad-Wende nennt Skywork nicht. Eines ist aber klar: Einen besonders starken Partner hatten die Berner sich nicht ausgesucht. MHS Aviation schrieb in den letzten vier Jahren nie Gewinn. Im Gegenteil: 2012 resultierte ein Jahresfehlbetrag von 903'463 Euro. 2011 flog MHS mit 742'358 Euro in die roten Zahlen, 2010 betrug das Minus 361'733 Euro.

«Anhaltender Druck»

2009 erreichte MHS gerade mal eine schwarze Null. Inzwischen steht in den Büchern ein Verlustvortrag von 1,7 Millionen Euro. Das Eigenkapital ist damit mehr als aufgebraucht. Auf Anfrage von aeroTELEGRAPH hieß es im Oktober von MHS-Geschäftsführer Andreas Otto nur: «Der anhaltende Druck auf die Preise, die hohen Kosten und der Wettbewerb macht vor uns nicht halt.»

Zusammen mit Skywork wollte MHS Fortschritte machen. «Insbesondere bei der Wartung und gewissen administrativen Aufgaben im Flugbetrieb gibt es großes Potenzial für Kosteneinsparungen», erklärten die Unternehmen bei der Bekanntgabe ihrer Partnerschaft im vergangenen Oktober. Nun können diese nicht realisiert werden. Das erhöht den Druck auf MHS und Skywork.

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