CRJ700 von Skywest Airlines: Die Regionalgesellschaft fliegt im Auftrag von Delta Air Lines und United Airlines

Neuauflage bei BombardierSkywest findet Gefallen an CRJ550

Bombardier lanciert mit der CRJ550 eine Neuversion des Regionaljets. Großkunde Skywest Airlines zeigt großes Interesse.

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Den Schritt erwartete eigentlich keiner. Anfang dieses Jahres gab der angeschlagene Bombardier-Konzern bekannt, mit der CRJ550 eine neue Version seines kleinen Kurzstreckenjets auf den Markt zu bringen. Zuvor hatte er sich nach und nach aus dem Flugzeuggeschäft verabschiedet und das Dash-8-Programm verkauft. Hintergrund war, dass sich Bombardier bei der Entwicklung des hochmodernen Regionaljets C-Series übernommen hatte. Der Jet ist mittlerweile in der Hand von Airbus und wird als A220 vermarktet.

Abgesehen von Privatjets verbleiben nur noch die Regionaljets der CRJ-Series bei Bombardier. Seitdem Auftauchen von Embraer machen die Kanadier damit aber große Verluste, Experten vermuteten darum bereits den nächsten Verkauf. Doch Bombardier möchte mit der CRJ550 nun eine Rückeroberung des Marktes versuchen. Der neue Flieger findet auch Anklang. Neben einer ersten Bestellung über 50 Exemplare von United Airlines, bekundet nun auch die Regionalfluggesellschaft Skywest Airlines Interesse.

Größter Betreiber des Vorgängers

Bei der Präsentation der Zahlen für das erste Quartal 2019 erklärte Skywest-Chef Chip Childs, dass er ein Auge auf den neuen 55-Sitzer geworfen habe. Dieser soll die Nachfolge der CRJ700 antreten, der bei Skywest mit 70 Sitzen fliegt. «Wir sind bereits der wichtigste Betreiber der CRJ700. Das Flugzeug ist sehr flexibel. Momentan schauen wir uns die CRJ550 deshalb sehr genau an. Ich denke, dass es ein sehr gutes, verlockendes Angebot ist», so Childs.

Skywest betreibt aktuell 337 CRJ. Neben der CRJ700 sind es auch Exemplare der Baureihen 100, 200 und 900. Doch Childs macht auch klar, dass die Gesellschaft nicht zwingend am Typ festhalten will: «Zur Zeit haben wir auch andere Möglichkeiten unsere CRJ700 zu ersetzen, die ebenbürtig, wenn nicht sogar anziehender sind». Auf was der Manager sich dabei bezieht, ist nicht klar.

Embraer erneut als Erzrivale

Skywest ist auch Großkunde bei Embraer und betreibt 149 E175 mit 76 Plätzen. Erst im letzten Februar orderte die Fluglinie neun weitere Exemplare des Jets beim brasilianischen Flugzeugbauer. Und der hat mit der E2-Reihe ein spannendes Nachfolgemodell am Start.

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