CRJ1000: Bombardier muss das Geschäft profitabel machen.

Defizitäres RegionalflugzeugBombardier verliert mit jeder CRJ Millionen

Der kanadische Flugzeugbauer hat erst die Mehrheit an der C-Series und dann auch die Turbopropsparte mit den Dash 8 verkauft. Bombardier bleiben die CRJ-Regionalflugzeuge. Und die sind hochdefizitär.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Vor drei Jahren wurde Bombardier von der Provinz Québec gerettet. Nur dank der staatlichen Investition von einer Milliarde US-Dollar in das C-Series-Programm (und weiteren 1,5 Milliarden in die Bahnsparte) konnte der Konzern damals überleben. Er hatte sich zuvor mit der Entwicklung des neuen Flugzeuges übernommen.

Bombardier ächzt trotz staatlicher Hilfe weiterhin unter der Last hoher Schulden. Neun Milliarden Dollar sind es aktuell. Kein Wunder, dass die Kanadier inzwischen nicht nur die Mehrheit an der C-Series an Airbus verkauft haben. Anfang November haben sie bekannt gegeben, auch die Turboprop-Sparte abzustoßen. Die Dash-8-Q400-Modelle gehen an Longview Aviation Capital, beziehungsweise deren Tochter Viking Air. Im Geschäftsbereich der kommerziellen Luftfahrt bleiben Bombardier jetzt nur noch die Regionaljets der CRJ-Reihe.

Einsparungen geplant

Und genau da hat Bombardier weiterhin ein Problem. «Wir verlieren zwei Millionen US-Dollar bei jedem Flugzeug, das wir verkaufen», sagte Konzernchef Alain Bellemare der Zeitung Journal de Montréal. Die Sparte CRJ sei nicht rentabel «und das schon sehr lange». Seit Embraer in den Markt eingetreten sei, sei es «sehr hart» geworden, so Bellemare. Man habe Marktanteile verloren.

Trotz Verlusten will Bombardier das CRJ-Programm nicht verkaufen. «Wir wollen es retten», so Bellemare zur Zeitung. Erreichen will er das einerseits durch Einsparungen bei den Lieferanten. Andererseits will er das Orderbuch stärken - also neue Aufträge hereinholen. Aktuell muss Bombardier nur noch 56 bestellte Maschinen bauen. Das ist Arbeit für weniger als zwei Jahre.

Keine staatliche Hilfe

Zudem ist Bombardier auf der Suche nach Partnern für das Regionaljet-Programm. Nur eines will der Vorstandsvorsitzende momentan nicht: Weitere staatliche Hilfe. «Das Unternehmen ist in viel besserer Verfassung als 2015. Viel besser», so der Manager weiter. Man verfüge über eine gute Liquidität.

Am Freitag (16. November) hatte Quebecs Wirtschaftsminister Pierre Fitzgibbon sich offen gezeigt für eine weitere Geldspritze an Bombardier. Wenn der Bedarf bestehe, sei man offen, so der Politiker. Er nannte dabei ausdrücklich das 1989 gestartete CRJ-Progamm. Aktuell bietet Bombardier drei Varianten des Regionaljets an, die CRJ700 für 78 Passagiere, die CRJ900 für 90 und die CRJ1000 für 104. Im Gegensatz zur Sparte kommerzielle Luftfahrt verdient Bombardier mit den Businessjets Geld.

Mehr zum Thema

Dash 8 Q400: Künftig wohl nicht mehr von Bombardier.

Bombardier will seine Turboprops nicht mehr

ticker-bombardier-neu

Bombardier sichert sich 300-Millionen-Dollar-Servicevertrag mit Vista

ticker bond

Bond bestellt mehr Jets bei Bombardier

ticker-bombardier-neu

Bombardier liefert erste Global 8000 aus - an Netjets

Video

Der Airbus A220 von Croatia Airlines: In Split von der Piste abgekommen.
Eigentlich sollte Flug OU412 nach Frankfurt starten. Doch beim Beschleunigen geriet der Airbus A220 von Croatia Airlines aus ungeklärten Gründen von der Piste des Flughafens Split ab. Nun ermittelt die kroatische Flugunfallbehörde.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Westjet Boeing 787
Reisende werfen der kanadischen Fluglinie vor, ihnen Entschädigungen vorzuenthalten. Der Verdacht: Wechselt Westjet im letzten Moment Flugzeuge ein, die sich bereits in der Wartung befinden, um dann den Flug zu annullieren? Eine kanadische Behörde ermittelt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A321 Neo von Lufthansa bei der Evakuierung: Starker Geruch nach Kerosin.
Kurz nach dem Start Richtung München musste ein Airbus A321 Neo der deutschen Fluglinie umkehren. Nach der sicheren Landung in Athen wurde der Jet von Lufthansa evakuiert. Drei Menschen wurden leicht verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin