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Von Boden-Luft-Rakete?Verdächtige Metallstücke bei MH17

Die Ermittlungen um den Crash von Malaysia-Airlines-Flug MH17 gehen weiter. Im Fokus der Strafermittler stehen nun 25 Metallteile.

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Luftfahrt

298 Menschen verloren ihr Leben, als Flug MH17 am 17. Juli über der Ost-Ukraine einfach vom Himmel verschwand. Pilotenfehler oder ein technisches Problem der Boeing 777 von Malaysia Airlines schloss die niederländische Unfall-Untersuchungsbehörde Onderzoeksraad voor Veiligheid OVV inzwischen als Unglücksursache aus. Eine «große Anzahl von hochenergetischen Objekten» habe das Flugzeug von außen durchbohrt, heißt es im ersten Untersuchungsbericht. Nun wurde der niederländische Chef-Strafermittler Fred Westerbeke an einer Medienkonferenz noch konkreter: «Es ist sehr wahrscheinlich, dass das Flugzeug von einer Boden-Luft-Rakete getroffen wurde».

Aber das muss die Justiz nun noch verifizieren. Daher fokussieren sich die Ermittlungen laut Westerbeke auf 25 Metallstücke, die in den Trümmern und in den Leichen gefunden wurden. Forensische Experten würden diese derzeit untersuchen um herauszufinden, ob sie wirklich von einer Boden-Luft-Rakete stammen. «Wenn sich herausstellt, dass sie tatsächlich von so einem Geschoss stammen, ist das ein großer Fortschritt», so Westerbeke. Als nächstes müsse man dann den Abschussort ermitteln, um so die Schuldigen zu finden.

Verdächtige Aufnahme

Außerdem berichtet die niederländische Strafuntersuchungsbehörde noch von einer Aufnahme, die angeblich das Gespräch zwischen zwei ostukrainischen Rebellen wiedergibt, die sich über den Abschuss der Passagiermaschine unterhalten. «Doch dieses Dokument muss noch verifiziert werden», räumt der Ermittler ein. Und das sei kein einfacher Prozess. Auch Zeugenaussagen werden ausgewertet.

Die Ukraine und viele westliche Staaten beschuldigen prorussische Rebellen, das Flugzeug abgeschossen zu haben. Die russische Regierung und die Rebellen selbst hingegen behaupten, die ukrainische Regierung stecke dahinter. Die Ermittlungen sollen Klarheit ins Dunkel bringen. Doch bis das soweit ist, dürfte noch einige Zeit vergehen.

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