Airbus A350 von Japan Airlines: Verschärfte Regeln für Cockpitcrews.

Nach Alkohol-VorfällenJapan Airlines schickt Pilotinnen und Piloten zum Leber-Check

Nach wiederholten Vorfällen mit alkoholisierten Piloten zieht Japan Airlines eine ungewöhnliche Konsequenz: Wer auffällige Leberwerte hat, soll künftig nicht mehr fliegen dürfen.

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Japan Airlines verschärft nach Vorfällen mit alkoholisierten und verkaterten Piloten die internen Regeln. Künftig sollen Pilotinnen und Piloten vom Dienst suspendiert werden, wenn ihre Leberwerte auffällig werden, berichtet die Zeitung Straits Times. Damit reagiert die Fluggesellschaft auf eine Reihe von Zwischenfällen, bei denen Besatzungsmitglieder unter Alkoholeinfluss aufgefallen waren. Sechs Piloten wurden schon suspendiert.

Im August hatte ein Kapitän in der Nacht vor einem Flug von Honolulu nach Japan zu viel Alkohol konsumiert und konnte den Einsatz nicht antreten. Die Folge waren massive Verspätungen: Ein Flug musste um zwei Stunden verschoben werden, zwei weitere von Honolulu nach Tokio-Haneda kamen erst mit mehr als 18 Stunden Verzögerung in Japan an. Der Pilot wurde später entlassen.

Führung von Japan Airlines zeigt sich selbstkritisch

Bereits Mitte September hatte Japan Airlines eine Gehaltseinbuße für 37 Führungskräfte verhängt, darunter Präsidentin Mitsuko Tottori sowie alle Vorstandsmitglieder und leitenden Manager. Die Airline räumte ein, dass die bisherigen internen Reformen zur Erhöhung des Sicherheitsbewusstseins nicht ausgereicht hätten.

Das japanische Verkehrsministerium erteilte der Fluggesellschaft daraufhin eine formelle Rüge und verlangte einen Bericht über weitere Sicherheitsmaßnahmen. Sechs Piloten wurden inzwischen vorübergehend vom Flugbetrieb ausgeschlossen.

Japan Airlines will besser mit Cockpitcrews zusammenarbeiten

Japan Airlines will nun gemeinsam mit der Cockpitcrew-Gewerkschaft einen neuen Beratungsrahmen schaffen, um künftige Maßnahmen besser abzustimmen. Die Fluglinie hatte zuvor strengere Regeln ohne ausreichende Abstimmung mit den Crews eingeführt, was intern für Unmut sorgte.

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