Marine One auf der Ellipse: Wegen der Bauarbeiten von hier unterwegs.

Beinahe-KollisionNeuer Ballsaal am Weißen Haus könnte Grund für Zwischenfall mit Trumps Helikopter und Embraer E170 sein

Ein Präsidentenhubschrauber, ein startender Regionaljet und Funksprüche, die im Tower nicht ankamen: Marine One und eine Embraer E170 kamen sich in Washington gefährlich nahe. Nun zeigt der vorläufige Untersuchungsbericht, warum die Kommunikation versagt haben könnte.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Das Problem sollte eigentlich bereits behoben sein. Nach einer gefährlichen Annäherung zwischen dem US-Präsidentenhubschraubers Marine One und einem Regionaljet Anfang August änderte die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA die Kommunikationsabläufe und ließ sogar eine Antenne versetzen. Doch am Donnerstag (27. August) konnte der Tower am Flughafen Ronald Reagan National Airport den Präsidentenhubschrauber erneut zunächst nicht verstehen. Inzwischen gibt es eine mögliche Erklärung dafür, warum die Funkverbindung ausgerechnet bei Marine One Schwierigkeiten bereitet.

Wieder wollte die Besatzung diese Woche vor dem Abflug wichtige Hinweise übermitteln. Doch der Lotse hörte Marine One zunächst nicht. Andere Hubschrauber halfen in einer Art Stille-Post-Spiel dabei, die Information weiterzugeben. Wenig später kam der direkte Funkkontakt zustande, der übrige Verkehr wurde rechtzeitig angehalten und Marine One startete ohne Zwischenfall.

Trumps Ballsaal-Bau wurde zum Problem

Der Grund für die Schwierigkeiten könnte ausgerechnet auf dem Gelände des Weißen Hauses liegen. Wegen der Bauarbeiten für einen neuen Ballsaal kann der Hubschrauber des US-Präsidenten derzeit nämlich nicht wie üblich vom Südrasen (South Lawn) starten. Der Abflugort wurde vorübergehend auf die Ellipse verlegt, den Park südlich des Weißen Hauses.

Wie die Zeitung New York Times unter Berufung auf den vorläufigen Bericht des National Transportation Safety Board NTSB berichtet, stellten Techniker fest, dass dort keine ausreichende freie beziehungsweise zuverlässige Funkverbindung zwischen den betreffenden Punkten bestand, um eine sichere Kommunikation zu gewährleisten. Vor dem Zwischenfall waren keine Probleme mit der Funkfrequenz bekannt.

Embraer E170 von Envoy Air bekam fälschlicherweise Starterlaubnis

Genau diese Verbindung hatte offenbar am 4. August Schwierigkeiten gemacht. Die Besatzung von Marine One versuchte mehrfach, den Tower über den bevorstehenden Start zu informieren. Die Funksprüche kamen jedoch verstümmelt an und wurden vom zuständigen Lotsen nicht verstanden. Damit fehlte ihm eine wichtige Information: Wenn Marine One den Bereich durchfliegt, soll der übrige Verkehr am Flughafen vorübergehend am Boden bleiben.

Stattdessen gab der Lotse einer Embraer E170 von Envoy Air die Starterlaubnis. Der Regionaljet war als American-Eagle-Flug AA3742 nach Pensacola unterwegs und befand sich bereits im Steigflug, als Marine One ebenfalls abhob. Die beiden Luftfahrzeuge kamen sich auf weniger als eine Meile nahe. Das Weiße Haus erklärte später, Präsident Donald Trump sei zu keinem Zeitpunkt in Gefahr gewesen.

Probleme bei Kommunikation sind noch nicht behoben

Die FAA reagierte auf den Vorfall mit veränderten Kommunikationsabläufen und versetzte eine Antenne. Dass der Tower Marine One am Donnerstag dennoch erneut zunächst nicht verstehen konnte und andere Hubschrauber bei der Verständigung halfen, zeigt, dass es weiterhin Schwierigkeiten bei der Kommunikation vom vorübergehenden Abflugort gibt. Die Untersuchung des NTSB läuft noch, die bisherigen Erkenntnisse sind vorläufig.

Sie lesen uns regelmäßig? Dann werden Sie Teil der Menschen, die unsere Arbeit möglich machen. Ihr Abo stärkt unabhängigen Luftfahrtjournalismus und sorgt zugleich für ein werbefreies Leseerlebnis. Und das für den Preis von weniger als einem Getränk am Flughafen. Jetzt hier klicken und abonnieren

Mehr zum Thema

Drink im Flugzeug: Vor Abflug bleibt in den USA dafür weniger Zeit.

Warum Premium-Reisende ihren Aperitif in den USA künftig früher abgeben müssen

Boeing AH-64 Apache: Absolvierte seinen Erstflug im September 1975.

Boeing AH-64 Apache: Der Krieger, der nicht in Rente geht

Boeing 737: ICE Air soll im Juli 2027 starten.

US-Abschiebe-Airline ICE Air startet im Sommer 2027

Gezeichnet per Flugverlauf: Gratulation an die USA.

Cessna Skylane gratuliert den USA am Himmel - mit Schriftzug und Umriss des Landes

Video

«Habe a nice trip»: Liebe Botschaft vor Abflug.
Manchmal braucht es für einen besonderen Abschied nicht mehr als Wasser und ein bisschen Kreativität. Das bewies nun ein Mitarbeiter von Japan Airlines.
Redaktion
airbus a380 flightlab 2 jayn
Airbus hat einen A380 aus Abu Dhabi zurück nach Europa geholt und ihm in Irland eine neue Lackierung verpasst. Bevor er für Triebwerkstests umgerüstet wird, absolvierte der Riesenflieger nun einen tiefen Überflug über den Flughafen Toulouse-Blagnac.
Timo Nowack
Timo Nowack
Designentwurf der Hydra: Der Entwurf von Studierenden der TU Berlin hat die DLR Design Challenge gewonnen.
Schlägt man ihr einen Kopf ab, wachsen zwei nach. Zumindest bei der Hydra aus der Sage. Beim gleichnamigen Flugzeugkonzept der TU Berlin lässt sich der Antriebsstrang einfach austauschen. Damit haben die Studierenden nun einen renommierten Wettbewerb gewonnen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies