Triebwerk vom Typ PW1100: In Spanien sind nicht lufttüchtige Ersatzteile gestohlen worden.

Nicht lufttüchtigMehr als 600 Triebwerkssteile durch Trick gestohlen - jetzt könnten sie auf den Markt gelangen

In Spanien sind mehrere Container mit nicht lufttüchtigen Triebwerksteilen gestohlen worden. Die europäische Luftfahrtbehörde Easa warnt Fluggesellschaften und Wartungsbetriebe.

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Ende Februar 2026 verurteilte ein Londoner Gericht den Chef von AOG Technics zu einer Haftstrafe von vier Jahren und acht Monaten. Denn der britische Geschäftsmann hatte über Jahre hinweg rund 60.000 Triebwerksteile mit gefälschten Freigabedokumenten in Umlauf gebracht. Airlines weltweit mussten daraufhin nach den gefälschten Bauteilen suchen. Der entstandene Schaden beläuft sich auf etwa 40 Millionen Pfund, rund 46 Millionen Euro.

Nur etwa einen Monat nach dem Urteil bahnt sich der nächste Skandal an: Die europäische Luftfahrtbehörde Easa hat am 26. März auf ihrer Website eine Warnung vor 625 Triebwerkskomponenten herausgegeben, die nicht als nicht lufttüchtig deklariert sind. Betroffen sind die Triebwerkstypen CFM56-5B von CFM International, PW1100 von Pratt & Whitney, RB211 von Rolls-Royce und V2500 von International Aero Engines.

Container mit Triebwerksteilen wurden in Spanien gestohlen

Die Behörde fordert Airlines, Flugzeugeigentümer und Wartungsbetriebe auf, ihre Jets und Lagerbestände zu überprüfen. «Gefundene Teile sind auszubauen, zu isolieren und der zuständigen Behörde zu melden», schreibt die Easa. Sie hat auf ihrer Website eine Liste der betroffenen Teile inklusive Teilenummer, Seriennummer und Typenbezeichnung veröffentlicht. Es handelt sich demnach unter anderem um Lager, Dichtungen, Schaufeln und Scheiben.

Die spanische Luftfahrtbehörde hatte die Easa zuvor darüber informiert, dass die 625 Ersatzteile eigentlich durch einen zertifizierten Dienstleister hätten unbrauchbar gemacht werden sollen. Doch ein Unbekannter gab sich als der beauftragte Dienstleister aus, um die Lieferung Ende Januar 2026 umzuleiten und so letztlich zu stehlen.

Easa rechnet damit, dass Teile in den Verkauf gelangen könnten

Die gesamte Sendung umfasste zwölf Container. In drei dieser Container befanden sich die 625 Teile. Die Easa teilt mit, dass die Strafverfolgungsbehörden den Fall untersuchen und derzeit das Ausmaß des Diebstahls sowie die Vorgehensweise der Täter prüfen. Die Easa geht davon aus, dass die Teile auf dem freien Markt angeboten werden könnten.

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