Red-Wings-Flieger: Lebedew vermutet ein politisches Grounding.

Harte Vorwürfe gegen Red Wings

Die russische Staatsanwaltschaft erhebt wegen des Unfalls in Wnukowo schwere Vorwürfe gegen die Fluggesellschaft. Sie soll Piloten zu wenig gut ausbilden.

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Die Flieger von Red Wings heben momentan nicht ab. Die russischen Behörden haben der Fluggesellschaft ein Grounding verordnet. Offizieller Grund sind finanzielle Probleme. Doch das sind nicht alle Schwierigkeiten, welche die Airline des Oppositionellen Alexander Lebedew plagen. Die Strafverfolgungsbehörden werfen seinem Unternehmen nun auch vor, die Piloten in der Ausbildung im Simulator nicht ausreichend auf Gefahrensituationen vorzubereiten. Man habe herausgefunden, dass die Crew nicht auf kritische Situationen und Warnungen in Bodennähe vorbereitet sei, so ein Sprecher der Behörde. Ende Dezember war eine Tupolew Tu-204 von Red Wings am Moskauer Flughafen Wnukowo verunglückt. Fünf Menschen kamen dabei ums Leben. Der Flieger war beim Landeanflug über die Piste hinausgeschossen.

Red Wings habe gegen das russische Gesetz verstoßen, heißt es daher. Lebedew ist fassungslos. Die Vorwürfe seien haltlos, gab er auf seinem Twitter-Account bekannt. Denn Simulatoren, mit denen sich derartige Situationen üben ließen, seien in Russland überhaupt nicht erhältlich. Man habe darum das Training im Cockpit eines Fliegers absolviert. Die Staatsanwaltschaft habe überhaupt keine Ahnung, wovon sie rede. Man werde gegen die Suspendierung und die Vorwürfe rechtlich vorgehen.

Gegen das Gesetz verstoßen?

Auch hinter den neuen Schritten sieht Lebedew politische Gründe. Er ist als liberaler Regierungsgegner bekannt. Unter anderem gehört ihm ein Teil von Russlands stärkster Oppositionszeitung Nowaya Gaseta. Momentan läuft auch noch Verfahren wegen Hooliganismus gegen den Milliardär, nachdem er in einer Talkshow im Jahr 2011 einen anderen Gast tätlich angegangen war. Ihm drohen nun bis zu sieben Jahre Gefängnis.

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