Red-Wings-Flieger: Lebedew vermutet ein politisches Grounding.

Harte Vorwürfe gegen Red Wings

Die russische Staatsanwaltschaft erhebt wegen des Unfalls in Wnukowo schwere Vorwürfe gegen die Fluggesellschaft. Sie soll Piloten zu wenig gut ausbilden.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Die Flieger von Red Wings heben momentan nicht ab. Die russischen Behörden haben der Fluggesellschaft ein Grounding verordnet. Offizieller Grund sind finanzielle Probleme. Doch das sind nicht alle Schwierigkeiten, welche die Airline des Oppositionellen Alexander Lebedew plagen. Die Strafverfolgungsbehörden werfen seinem Unternehmen nun auch vor, die Piloten in der Ausbildung im Simulator nicht ausreichend auf Gefahrensituationen vorzubereiten. Man habe herausgefunden, dass die Crew nicht auf kritische Situationen und Warnungen in Bodennähe vorbereitet sei, so ein Sprecher der Behörde. Ende Dezember war eine Tupolew Tu-204 von Red Wings am Moskauer Flughafen Wnukowo verunglückt. Fünf Menschen kamen dabei ums Leben. Der Flieger war beim Landeanflug über die Piste hinausgeschossen.

Red Wings habe gegen das russische Gesetz verstoßen, heißt es daher. Lebedew ist fassungslos. Die Vorwürfe seien haltlos, gab er auf seinem Twitter-Account bekannt. Denn Simulatoren, mit denen sich derartige Situationen üben ließen, seien in Russland überhaupt nicht erhältlich. Man habe darum das Training im Cockpit eines Fliegers absolviert. Die Staatsanwaltschaft habe überhaupt keine Ahnung, wovon sie rede. Man werde gegen die Suspendierung und die Vorwürfe rechtlich vorgehen.

Gegen das Gesetz verstoßen?

Auch hinter den neuen Schritten sieht Lebedew politische Gründe. Er ist als liberaler Regierungsgegner bekannt. Unter anderem gehört ihm ein Teil von Russlands stärkster Oppositionszeitung Nowaya Gaseta. Momentan läuft auch noch Verfahren wegen Hooliganismus gegen den Milliardär, nachdem er in einer Talkshow im Jahr 2011 einen anderen Gast tätlich angegangen war. Ihm drohen nun bis zu sieben Jahre Gefängnis.

Mehr zum Thema

ticker-russland

Russland plant milliardenschweren Ausbau seiner Flughäfen

Flughafen Kaliningrad: Gibt es bald Verbindungen nach Serbien?

Russland öffnet Kaliningrad für serbische Airlines

Tupolev Tu-324: Auferstehung geplant.

Russland baut erstmals Fabrik für eigene Businessjets

Der ukrainische Präsident und seine Frau bei der Ankunft tin Norwegen: Es ging glimpflich aus.

Zelenskyys Airbus A319 entgeht offenbar nur knapp einer Drohne

Video

midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies