Die zerstörte Bombardier CRJ 900 von Air Canada: Unglückliche Verkettung von diversen Umständen.

NTSB-ZwischenberichtTechnikpannen und verspätet erfasster Warnruf führten zur tödlichen Kollision in LaGuardia

Der NTSB-Bericht zeichnet ein klares Bild: Fehlende Transponder, verspätete Warnsignale und Missverständnisse im Funkverkehr ebneten den Weg für die Kollision der Bombardier CRJ 900 von Air Canada mit einem Feuerwehrfahrzeug in New York-LaGuardia.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Jetzt ist klar, wie es zum schrecklichen Unglück am Flughafen New York-LaGuardia kommen konnte. Die Bombardier CRJ 900 von Air Canada Jazz war am 22. März als Flug AC8646 aus Montreal kommend auf Landebahn 04 gelandet. Dort stieß sie mit einem Feuerwehrfahrzeug vom Typ Oshkosh Striker 1500 zusammen, das die Piste querte.

Der nun veröffentlichte vorläufige Bericht des National Transportation Safety Board zeigt mehrere System- und Kommunikationsprobleme. Die Feuerwehr war kurz vor der Landung der CRJ900 auf die Piste gefahren. Zwar hörte der Fahrer den warnenden Funkspruch der Lotsen: «Stopp, stopp, stopp». Er konnte ihn jedoch zunächst nicht eindeutig zuordnen, so der Bericht des NTSB.

Beide Piloten von Air Canada starben bei der Kollision

Erst Sekunden später, als «Truck 1, Stopp, Stopp, Stopp» gefunkt wurde, wurde ihm klar, dass der Befehl dem eigenen Fahrzeug galt – da war es bereits zu spät. Er erinnerte sich später daran, links abgebogen zu sein und dabei die Lichter des Flugzeugs auf der Startbahn gesehen zu haben.

Die Ermittler des NTSB stellten zudem fest, dass das Bodenradarsystem keine Warnung auslöste, unter anderem weil das Feuerwehrfahrzeug keinen Transponder hatte. Auch die Pisten-Einfahrtslichter schalteten sich erst Sekunden vor der Kollision ab. Bei dem Unfall kamen beide Piloten ums Leben, rund 40 Menschen wurden verletzt. Es war der erste tödliche Zwischenfall am Flughafen New York-LaGuardia Airport seit 34 Jahren.

Mehr zum Thema

Loch in einem Rollweg nahe der Start- und Landebahn 04/22: Musste repariert werden.

Loch im Rollweg führt zu Pistenschließung am Flughafen LaGuardia

Die Unglücksstelle aus der Luft und das Wrack der CRJ 900 aus der Nähe: Dokumentiert von der NTSB.

Neues Video zeigt Wrack der Bombardier CRJ 900 aus der Luft und aus der Nähe

Air-Canada-Chef Michael Rousseau in der Videobotschaft: Einsprachig reicht nicht aus.

Air-Canada-Chef nach LaGuardia-Unglück zum Rücktritt aufgefordert - wegen fehlender Französisch-Kenntnisse

Der große rote Kreis markiert das Flugzeug, der kleine das Fahrzeug: Kurz danach kam es zur Kollission.

Warnsystem am Flughafen LaGuardia gab keinen Alarm

Video

Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die VA-1X von Vertical Aerospace: Zeigte in Farnborough, was sie kann.
Elektrische Senkrechtstarter gelten als eines der Zukunftsthemen der Luftfahrt. Auf der Farnborough Airshow demonstrierte Vertical Aerospace eindrucksvoll die Fähigkeiten seines Prototyps. Bis Passagiere regelmäßig mit Evtols fliegen, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies