Die D-ABPQ liegt auf der Nase: Die Boeing 787-9 sollte nach Los Angeles fliegen.

D-ABPQ beschädigtDreamliner von Lufthansa fällt in Frankfurt auf die Nase

Zwischenfall am Flughafen Frankfurt: Das Bugfahrwerk einer Boeing 787 von Lufthansa knickte am Gate ein. Der Dreamliner wurde dabei erheblich beschädigt. Es gab auch mehrere Verletzte unter Crew und Bodenmitarbeitenden.

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Eigentlich sollten die Passagiere von Flug LH450 bereits nach Los Angeles gestartet sein. Doch Lufthansa musste den Flug an die Westküste der USA am Donnerstag (4. Juni) kurzfristig annullieren. Denn an Gate A15 ereignete sich um 12:45 Uhr ein ungewöhnlicher Zwischenfall, wie Passagiere aeroTELEGRAPH berichten. Das Bugfahrwerk der für den Transatlantikflug eingeplanten Boeing 787-9 knickte plötzlich ein.

Ein Video des Vorfalls zeigt, dass das Bugfahrwerk des Dreamliner von Lufthansa am Gate plötzlich nach vorn wegknickt. Ein Mitarbeiter der Bodenabfertigung stand gerade auf einem Highloader neben dem Flieger mit dem Kennzeichen D-ABPQ. Ein weiterer befand sich zum Zeitpunkt des Unfalls neben dem Bug. Beide blieben unverletzt. Die Fluggastbrücke steht am Flieger, weil die Crew bereits an Bord gegangen war.

Das Heck des Dreamliners ragt in den Himmel

Weitere Bilder zeigen, dass die Boeing 787-9 mit dem Taufnamen Herne in Frankfurt am Gate steht. Das Heck ragt in den Himmel. Und mit dem Bug liegt sie auf der Nase. Es ist zu erkennen, dass der Dreamliner im vorderen Rumpfbereich stark beschädigt ist.

Die Klappen des Bugfahrwerks wurden nach außen gedrückt, eine wurde beim Sturz auf das Vorfeld gar abgetrennt. Die Triebwerke scheinen vorn den Boden zu berühren.

Boeing 787 erste im Januar an Lufthansa ausgeliefert

Besonders ärgerlich für Lufthansa: Die D-ABPQ ist gerade mal ein Jahr alt. Erst im Januar wurde sie an die deutsche Fluggesellschaft ausgeliefert. Sie ist mit der neuen Allegris-Kabine ausgerüstet. Weil sie in Frankfurt stationiert ist, besitzt sie aber keine First Class.

Lufthansa bestätigt den Zwischenfall. Zum Zeitpunkt des Vorfalls hätten sich Crew- und Bodenmitarbeitende an Bord befunden, aber noch keine Fluggäste. «Mehrere Mitarbeitende wurden leicht verletzt und werden medizinisch versorgt», so ein Sprecher. Darunter befanden sich zwei Crewmitglieder von Lufthansa. Sie en wurden zur ärztlichen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht. Die genauen Umstände des Unfalls würden nun gemeinsam mit den zuständigen Stellen untersucht. Technikfachleute und Hilfskräfte seien vor Ort.

Verletzte unter Crew und Bodenmitarbeitenden

Im Zeitpunkt des Zwischenfalls wurden an Bord der Boeing 787 von Lufthansa gerade die Flugvorbereitungen durchgeführt. Durch die plötzliche Bewegung des Flugzeugs sei es «unter den 13 Besatzungsmitgliedern sowie den im Flugzeug und auf dem Vorfeld beschäftigten Bodenmitarbeitern zu Verletzten» gekommen, erklärte Lufthansa intern weiter.

Der Artikel wird laufend ergänzt, sobald neue Informationen vorliegen.

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