Wenn in der Schweiz das World Economic Forum stattfindet, herrscht am Flughafen Zürich Ausnahmezustand. Rund 1000 zusätzliche Starts und Landungen erwartet der Flughafen in der Woche, viele davon von Regierungsjets. Am Dienstagabend etwa traf Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz aus Köln kommend in einer Bombardier Global 6000 in Zürich ein. Die Ankunft von US-Präsident Donald Trump war eigentlich für Mittwochmittag (21. Januar) geplant. Doch sie verzögert sich.
Kurz vor vier Uhr deutscher Zeit war die Air Force One von der Joint Base Andrews bei Washington abgehoben. Alles schien nach Plan zu laufen. Doch rund eine halbe Stunde später kam die erste Irritation: Auf den Radarschirmen war zu sehen, dass die Maschine abdrehte.
Statt der Boeing 747 wird eine Boeing 757 zur Air Force One
Wenig später war klar warum. An Bord der Boeing 747 war es zu einem technischen Problem gekommen. Aus Sicherheitsgründen kehrte das Flugzeug um. Die Lichter im hinteren Teil der Kabine seien kurzzeitig ausgefallen, hieß es aus dem Umfeld des Weißen Hauses laut US-Medien.
Das Flugzeug landete also wieder an der Joint Base Andrews. Die gesamte Delegation musste umsteigen, Ausrüstung und Personal wurden aus der Boeing 747 ausgeladen und auf ein Ersatzflugzeug verteilt. Erst mitten in der Nacht startete Trump erneut. Diesmal in einer Boeing C-32A, der militärischen Variante der Boeing 757. Auch dieses Flugzeug trägt den Rufnamen Air Force One, sobald der Präsident an Bord ist. Zunächst war unklar: Wird Trump seine Rede um 14:30 halten können?
Trump reiste mit Helikopter weiter
Die aktuellen Air Force One sind bereits seit 1990 im Einsatz. Aus diesem Grund sollen sie auch bald ersetzt werden. Die Auslieferung der neuen Regierungsflugzeuge der USA verschiebt allerdings immer weiter. Wie die US-Luftwaffe Ende letzten Jahres mitteilte, soll die erste der beiden umgebauten Boeing 747-8 nun frühestens Mitte 2028 übergeben werden – ein weiteres Jahr später als zuletzt geplant. Damit läge das Programm insgesamt rund vier Jahre hinter dem ursprünglichen Zeitplan. Die Kosten des Projekts liegen inzwischen bei über fünf Milliarden Dollar.
Die Luftfahrt steht nie still – wir auch nicht. Unser Redaktionsteam ist immer am Puls des Geschehens. Für den Preis eines Kaffees im Monat lesen Sie aeroTELEGRAPH werbefrei und sichern unabhängige Berichterstattung. Jetzt hier klicken und abonnieren