Boeing 747-8 aus Katar: Sie wird zur Interims-Air Force One.

SicherheitsbedenkenBoeing 747 aus Katar soll schon im Sommer für Donald Trump als Air Force One abheben

Ungeduld hat ihren Preis: Donald Trump könnte bereits im Sommer in einer Boeing 747 aus Katar als Air Force One abheben. Die US-Luftwaffe treibt den Umbau des gespendeten Jets voran, obwohl noch nicht alle Sicherheitsmaßnahmen abgeschlossen sein dürften.

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Erst gerade sorgte eine der Boeing 747, die als Air Force One den US-Präsidenten durch die Welt fliegen, wieder für Schlagzeilen. Das Flugzeug mit Donald Trump an Bord musste auf dem Weg zum World Economic Forum in der Schweiz umkehren. Es gab ein technisches Problem. Trump flog stattdessen mit der kleineren Boeing 757 nach Zürich.

Die zwei aktuellen Boeing 747, genannt VC-25A und VC-25B, sind schon in die Jahre gekommen. Seit 1990 sind die Flugzeuge im Einsatz. Mit ihnen flog also schon George Bush Senior als Präsident. Zwei Boeing 747-8 als Nachfolger sind schon in Arbeit, verzögern sich aber immer weiter. Stand jetzt würden sie erst nach Donald Trumps Amtszeit ausgeliefert.

Katar schenkte Donald Trump eine Boeing 747

Das gefällt Trump nicht. Daher ließ er sich von Katar eine luxuriöse Boeing 747 schenken - als Zwischenlösung. Jetzt ist klar, wann das Flugzeug nach der Umrüstung ausgeliefert werden soll. Wie zuerst die Zeitung Wall Street Journal berichtete und die U.S. Air Force mittlerweile bestätigt, soll der Jet spätestens im Sommer zur Regierungsflotte stoßen.

Seit September arbeitet die Air Force - wohl mithilfe der Firma L3 Harris - daran, den luxuriös ausgestatteten Flieger für den Einsatz als Präsidentenflugzeug umzurüsten. Der aktuelle Zeitplan sorgt jedoch für Kritik. Nach Angaben aus dem Umfeld des Projekts sollen Lackierung und Innenausstattung bis zur Auslieferung abgeschlossen sein, nicht aber alle sicherheitsrelevanten Systeme.

Trump gibt Boeing 747 aus Katar wohl frei

Dennoch wird laut dem Blatt erwartet, dass Trump den Jet freigeben wird, da er ihn so schnell wie möglich nutzen will. Die Luftwaffe betont, sie arbeite mit Hochdruck an der Übergabe, zugleich aber gemeinsam mit anderen Behörden an der Absicherung der 747. Skepsis kommt aus dem Kongress: Senatorin Tammy Duckworth warnte davor, Abstriche bei der Sicherheit zu machen. Die Air Force One müsse das sicherste Flugzeug der Welt sein, erklärte sie.

Die Jumbo-Jets sind speziell für den Regierungsdienst ausgestattet - die Technik an Bord könnte etwa die Irritationen durch einen Atomschlag am Boden verkraften. Außerdem besteht die Möglichkeit der Betankung während des Fluges, was ihnen eine unbegrenzte Reichweite gibt. Auch ein medizinischer Bereich mit Operationsraum soll sich an Bord der Riesenjets befinden.

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