Passagiere steigen wieder aus: Bereit zum Start und doch nicht.

Dringende ScheidungSechs Stunden Verspätung wegen Ehestreit

Ein von Rossiya durchgeführter Flug von Aeroflot nach Wladiwostok startete erst mit sechs Stunden Verspätung. Der Grund: Eine Frau beschloss an Bord, sich von ihrem Mann zu trennen.

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Mehrere hundert Passagiere wurden vergangenen Sonntagabend (3. Juli) Opfer eines Ehestreits. Aeroflot-Flug SU6481 von Moskau Wnukowo nach Wladiwostok war bereit zum Start als eine Passagierin plötzlich die Flugbegleiter zu sich rief. Sie wolle sofort aussteigen, erklärte sie. «Ich bin nicht mehr in Stimmung zu fliegen», soll sie gemäß Augenzeugen immer wieder erklärt haben.

Als Grund gab die Frau an, sie wolle die Reise in den russischen Fernen Osten nicht mehr antreten und sich sofort scheiden lassen. Die Kabinenbesatzung versuchte die Frau um die Vierzig von ihrem Vorhaben abzubringen. Rund eine Stunde sollen Stewards und Stewardessen auf die Ehefrau eingeredet haben, berichten russische Medien. Das Prozedere, sie jetzt noch aussteigen zu lassen, sei kompliziert, begründete die Crew gegenüber der Frau. Doch diese war nicht zu überzeugen.

Alle mussten von Bord

Die Russin beharrte auf ihrem Wunsch und verließ die Boeing 747 von Rossiya, welche den Flug für die Muttergesellschaft Aeroflot durchführte. Mit ihr mussten alle Passagiere das Flugzeug wieder verlassen. Das sorgte für viel Unmut. Offenbar erfordern russische Vorschriften, dass nach so einem Vorfall alle Passagiere von Bord gehen und auch das Gepäck noch einmal überprüft wird.

Die Maschine kam am Ende mit rund sechs Stunden Verspätung in Wladiwostok an. Aeroflot und Rossiya wollen nun Schadenersatz von der Frau verlangen, berichtet die Nachrichtenagentur Ria Novosti.

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