Der erste große Erfolg für Boeing ist Tatsache. <a href="https://www.aerotelegraph.com/korean-air-bestellt-30-dreamliner">Korean Air kauft 30 Dreamliner</a>. Die Fluggesellschaft ordert 20 Boeing 787-10 und zehn weitere 787-9.

SchmuggelNeuer Skandal um Besitzerfamilie von Korean Air

Der Nuss-Ausraster der Tochter des Patrons von Korean Air wurde zur Staatsaffäre. Danach folgten weitere Skandale. Nun wird der Ehefrau Schmuggel von Luxusgütern vorgeworfen.

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Einfach hat es Korean-Air-Besitzer Cho Yang-ho mit seiner Familie nicht. Immer wieder gerieten seine Töchter in den vergangenen Jahren in die Schlagzeilen, weil sie sich daneben benommen oder sogar strafbar gemacht hatten. Der in der Luftfahrt wohl bekannteste Fall ist unter dem Namen Nut Rage bekannt geworden. Cho Hyun-ah, Tochter des Chefs und damals noch Managerin bei Korean Air, war derart erzürnt, als ihr der Purser Nüsse falsch servierte, dass sie ihn demütigte und den Airbus A380 zurück ans Gate fahren ließ, um den Flugbegleiter auszusetzen.

Das hatte eine fünfmonatige Gefängnisstrafe wegen Gefährdung der Luftfahrtsicherheit zu Folge. Außerdem verlor die Managerin ihren Job bei Korean Air. Der Fall schaffte es erst kürzlich wieder in die Medien, da ein Gericht Korean Air Mitte Dezember anordnete, den Purser mit einer Zahlung von umgerechnet rund 16.000 Euro zu entschädigen. Er hatte die Fluglinie wegen Demütigung verklagt. Und auch um Cho-Hyun-ah wird es nicht ruhig. Sie sorgt für den nächsten Skandal bei Korean Air – dieses Mal gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrer Schwester Cho Hyun-min.

Mehr als Tausend Gegenstände geschmuggelt

Die Behörden werfen den drei Frauen vor, auf Korean-Air-Flügen Luxusgüter für den eigenen Gebrauch zu schmuggeln. Acht Monate haben die Zollbeamten am Flughafen Incheon laut koreanischen Medien ermittelt. Sie haben dabei herausgefunden, dass die Frauen nicht nur selbst teuere Dinge schmuggelten, sondern auch Angestellte der Airline dazu nutzten.

Zwischen April 2009 und Mai 2018 sollen sie so insgesamt mehr als Tausend Luxusgegenstände und Esswaren nach Korea geschmuggelt haben, heißt es. Bei 132 weiteren Gegenständen, hauptsächlich Möbeln –darunter mehrere Badewannen – habe man diese falsch deklariert. Sie seien als Eigentum von Korean Air beschrieben worden, gingen aber an die Familie.

Auch Vorwürfe gegen den Vater

Die Familie habe nicht mit den Behörden kooperiert, so der Zoll. Im Gegenteil: Sie hätte sogar versucht, Beweise zu vernichten. Die zweite Tochter von Cho Yang-ho ist übrigens bei der Polizei auch keine Unbekannte. Ihr droht derzeit eine Gefängnisstrafe, weil sie einen Mitarbeiter bei einer großen Werbefirma tätlich angegriffen haben soll.

Auch der Vater selbst war dieses Jahr bereits in einen Skandal verwickelt. Ihm wird Geldwäsche vorgeworfen, weil er  Verträge im Wert von mehreren Millionen Euro Firmen zuggeschleust haben soll, die ebenfalls seiner Familie gehören. Für Cho Yang-ho könnte es langsam eng werden. Bereits in diesem Frühjahr hatten Mitarbeiter der Airline demonstriert und ihm Machtmissbrauch vorgeworfen. Die Vorwürfe gegen seine Frau und Töchter dürften die Stimmung nicht verbessern.

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