Airbus A350 beim Start: Wenn es am Flughafen sauberer wird, ist er attraktiver für Insekten.

Verstopfte GeräteSauberere Flugzeuge bergen auch ein Risiko

Wespen sorgten in London im vergangenen Sommer für Startabbrüche. Die Ermittler warnen nun: Ausgerechnet eines der wichtigsten Ziele der Luftfahrt könnte das Risiko solcher Zwischenfälle erhöhen.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Eine solche Häufung hatte man am Londoner Flughafen Heathrow noch nicht gesehen: Acht Flugzeuge wurden im vergangenen Sommer zum Zuhause von Insekten. Wespen bauten ihre Nester teilweise in wichtige Geräte. Das führte zu zwei Startabbrüchen und einem Zwischenfall auf einem Flug.

Inzwischen ist es keine absolute Seltenheit mehr, dass Insekten sich in Flugzeugen einnisten. Nach einer langen coronabedingten Standzeit etwa musste vor etwas mehr als einem Jahr ein Airbus A321 von Wizz Air den Start abbrechen, weil Insektenlarven die Geschwindigkeitsmessung lahmgelegt hatten.

Nicht nur lange Parkzeiten erhöhen Risiko

Kurz vorher hatte die europäische Luftfahrtbehörde Easa eine Sicherheitswarnung mit Blick auf die Wiederinbetriebnahme von Fliegern herausgegeben, die in der Corona-Krise lange geparkt waren. Darin hieß es, es gebe beim ersten Flug nach der Pause einen «alarmierenden Trend» zu falschen Geschwindigkeits- und Höhenangaben und infolgedessen Startabbrüchen. Grund seien in den meisten Fällen Fremdkörper in den Pitotsonden, wie zum Beispiel Insektennester, teilweise selbst bei der Verwendung von Abdeckungen, so die Easa.

Doch nicht nur lange Parkzeiten sind ein Risiko für Insektenbefall. Die britische Untersuchungsbehörde Air Accident Investigation Branch AAIB erklärte im Bericht zu den Vorfällen in London-Heathrow, sie sollten eine Mahnung sein, dass «die Reaktion der Umwelt auf Veränderungen im menschlichen Verhalten unvorhersehbar sein und unvorhergesehene Folgen haben kann». Sie geht davon aus, dass ausgerechnet die Tatsache, dass die Luftfahrt versucht, umweltfreundlicher zu werden, zu mehr solchen Vorfällen führen könnte.

Leisere Flughäfen sind attraktiver für Insekten

Weniger Flugbewegungen, weniger Straßenverkehr in der Umgebung des Flughafens und eine allgemeine Verringerung der menschlichen Aktivitäten führten zu einem Rückgang der Stickstoffdioxidwerte, aber zu einem Anstieg des bodennahen Ozons. Letzteres wiederum ist ein Luftschadstoff, der Wespen und Bienen dazu veranlassen kann, weiter als normal zu fliegen - und alternative Nester zu finden.

Die Bemühungen um eine umweltfreundlichere Luftfahrt mit dem Bau leiserer, saubererer Flugzeuge und weniger verschmutzender Flughäfen würde «die Art von Umgebungen bieten, die für Insekten wie Bienen und Wespen attraktiv sind», heißt es weiter. Das AAIB erklärte, Fluggesellschaften müssten umso dringender ihre Crews im Training auf mögliche Probleme durch Insektenbefall vorbereiten.

Crews sollen sich des Risikos bewusst sein

Bei jedem Flug solle bei Vorbereitung und Start die Möglichkeit, dass es wegen Insekten zu Problemen kann, im Hinterkopf sein. Flughäfen sollten laut dem Bericht über weitere Maßnahmen nachdenken, wie man Insekten von den Flugzeugen fernhalten kann.

Mehr zum Thema

Wespennest am British-Airways-Flieger: Der Befall führt zu falschen Rückmeldungen der Instrumente.

Wespen sorgten für diverse Startabbrüche von Airbus- und Boeing-Jets

Airbus A330 von Etihad ohne die Abdeckung: Neu müssen Airlines am Airport Brisbane die nahe dem Fahrwerk angebrachte Pitot-Sonde abdecken.

A330 musste wegen Wespennest notlanden

Biene: Kleines Tier mit großer Wirkung.

Eine Biene stoppt Flugzeug von Flybe

ticker-airbus-neo-1

Airbus startet 2026 mit 19 Auslieferungen und 49 Bestellungen im Januar

Video

Boeing 777 von Emirates in Dubai: Der Betrieb wurde kurzzeitig gestoppt.
Einen großen Teil ihres Streckennetzes will die Golfairline wieder bedienen – auch Ziele wie Frankfurt, München oder Zürich. Doch ein Drohneneinschlag beim Flughafen Dubai International führte zu einem kurzfristigen Stopp aller Flüge von Emirates. Die Folge sind mitunter große Verspätungen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
ilyushin il 114 300 kaelte
Das neue russische Turboprop-Flugzeug wird in den eisigen Bedingungen des Fernen Ostens dringend benötigt - auch von Polar Airlines. Doch dafür ist noch eine Anpassung an der Ilyushin Il-114-300 nötig.
Timo Nowack
Timo Nowack
wizz air airbus a321 neo madeira
Es kommt zwar immer wieder vor, dass Flugzeuge aufgrund starker Winde nicht direkt auf Madeira landen können. Die Passagiere eines Wizz-Air-Fluges aus Wien erlebten nun aber eine besondere Warteschleifen-Odyssee.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies