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Neuer Airbus-Jet

SAS erwägt A321 Neo LR für Transatlantikrouten

Der A321 Neo LR wird immer beliebter. Nun spielt auch die skandinavische SAS mit dem Gedanken, den Airbus-Jet auf Transatlantik-Routen zu nutzen.

SAS

Pilot von SAS: Die Airline will weitere Routen mit dem A321 Neo LR bedienen.

Da kann Airbus’ Erzrivale Boeing so viel gegen den neuen Flieger der Europäer pöbeln, wie er will – der Airbus A321 ist bei Airlines ziemlich beliebt. Der Zweistrahler eröffnet ihnen eine neue Flexibilität auf Transatlantikrouten, die man zuvor nur mit der in die Jahre gekommenen Boeing 757 hatte. Ein Kunde nach dem anderen denkt nun laut darüber nach, mit dem so genannten Middle-of-the-market-Jet weite Strecken zu fliegen – so nun auch SAS Scandinavian Airlines.

Wie Airline-Chef Rickard Gustafson dem Fachportal Check-in verrät, erwägt er, einen Teil der Order von 30 A320 Neo in den größeren Flugzeugtypen derselben Familie umzuwandeln. Zusätzlich zu den 2011 bestellten 30 A320 Neo hält SAS auch Optionen auf elf weitere A320 Neo. Die Auslieferungen sollen im letzten Quartal dieses Jahres starten und bis 2019 dauern.

Auch Norwegian will A321 Neo LR

«Ich kann sagen, dass wir uns ganz genau ansehen, was in diesem Bereich alles passiert», so Gustafson. Der Deal mit Airbus umfasse die Möglichkeit, einige A320 Neo in die größere Variante umzuwandeln. Vor einigen Wochen hatte bereits SAS’ Billigkonkurrentin Norwegian bekanntgegeben, einen Teil ihrer A320-Neo-Bestellung in die größere Variante mit mehr Reichweite umzuwandeln – um mit dieser Transatlantikflüge anzubieten.

Der A321 Neo LR ist eine Spezialvariante des A321 Neo. Er verfügt über drei Zusatztanks, welche die Reichweite des Flugzeuges deutlich erhöhen. Statt 5950 kann er 7220 Kilometer weit fliegen. Das reicht beispielsweise für einen Direktflug von Frankfurt nach Chicago.

Auch Boeing baut neuen Jet

Der A321 Neo LR liegt bei der Reichweite auf Augenhöhe mit der Boeing 757. Aber er soll tiefere Kosten vorweisen. Ein durchschnittlicher Flug werde mit dem neuen Jet 27 Prozent billiger, die Kosten pro Sitz würden 24 Prozent tiefer ausfallen, so Airbus. Die Europäer hoffen deshalb, viele bisherige 757-Nutzer für sich gewinnen zu können.

Nachdem Boeing zuerst keine Nachfolgerin für die 757 bauen wollte, hat der Konzern inzwischen angekündigt, noch dieses Jahr einen neuen Jet zu lancieren. Das Middle-oft-the-Market-Modell von Boeing soll allerdings etwas größer sein. Die Größe soll zwischen der Boeing 757 und 767 liegen.



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