Flügelspitze und Heckflosse einer Boeing B737-800 von Ryanair: Bei Aer Lingus gescheitert.

Ryanairs Ende mit Schrecken

Die Wettbewerbsbehörden zwingen die Billigfluglinie offenbar, ihre Beteiligung an Aer Lingus massiv zu reduzieren. Sie übe sonst zu viel Macht aus.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Eigentlich könnte Michael O'Leary rundum zufrieden sein. Letzte Woche präsentierte der Chef von Ryanair hervorragende Ergebnisse. 569 Millionen Euro verdiente er mit seiner Billigfluggesellschaft im vergangenen Jahr. Vor allem dank höheren Preisen, neuen Strecken und deutlich gesteigerten Zusatzeinnahmen erzielte Ryanair mehr Gewinn als im Vorjahr und auch als allgemein erwartet worden war. Doch eines trübt O'Learys Freude. Seine größte strategische Wette ging nicht auf. Zum dritten Mal schon versuchte der charismatische Firmenlenker, die nationale Konkurrentin Aer Lingus zu kaufen, zum dritten Mal scheiterte er an den Wettbewerbsbehörden. Nun könnte es sogar noch schlimmer kommen.

Wie die britische Tageszeitung The Independent schreibt, wird die Wettbewerbsbehörde des Vereinigten Königreichs Ryanair nämlich zwingen, rund die Hälfte ihrer Beteiligung an Aer Lingus zu verkaufen. Momentan hält die Billigfluglinie 29,8 Prozent. Die Competition Commission leitete bereits vor Wochen eine Untersuchung ein. Dabei ging es um die Vermutung, Ryanair könnte mit der hohen Beteiligung Aer Lingus behindern, etwa durch die Blockierung von Kapitalerhöhungen für eine Flottenexpansion. Nun wurden diese Annahmen offenbar bestätigt.

«Unzulässiger Einfluss»

O'Leary bezeichnete das Verfahren bei der Bekanntgabe als «störend und zeitraubend». Und er versuchte es mit dem Gang vor das Oberste Gericht zu verhindern. Doch dieses schmetterte seinen Antrag ab. Und so machte die Competition Commission weiter ihre Arbeit - und entschied nun offenbar gegen Ryanair. Einen Präzedenzfall für eine solche Situation gab es auch. Der britische Fernsehsender Bskyb musste seine Beteiligung am Konkurrenten ITV von 17,9 auf 7,5 Prozent reduzieren. Auch da wurden Befürchtungen vor «unzulässigem Einfluss» als Begründung vorgebracht.

Mehr zum Thema

ryanair pfaendungsmarke

Gepfändete Boeing 737: Ryanair hat nun doch gezahlt

ticker-ryanair

Das sind die neuen Strecken von Ryanair ab Deutschland im Sommer 2026

pfaendungsmarke ryanair boeing 737

«Gerichtlich gepfändet»: Boeing 737 von Ryanair erhält Besuch vom Gerichtsvollzieher

ticker-ryanair

Pöbelpassagier muss Ryanair 15.000 Euro Schadenersatz für Flugumleitung zahlen

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack