Flügelspitze und Heckflosse einer Boeing B737-800 von Ryanair: Bei Aer Lingus gescheitert.

Ryanairs Ende mit Schrecken

Die Wettbewerbsbehörden zwingen die Billigfluglinie offenbar, ihre Beteiligung an Aer Lingus massiv zu reduzieren. Sie übe sonst zu viel Macht aus.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Eigentlich könnte Michael O'Leary rundum zufrieden sein. Letzte Woche präsentierte der Chef von Ryanair hervorragende Ergebnisse. 569 Millionen Euro verdiente er mit seiner Billigfluggesellschaft im vergangenen Jahr. Vor allem dank höheren Preisen, neuen Strecken und deutlich gesteigerten Zusatzeinnahmen erzielte Ryanair mehr Gewinn als im Vorjahr und auch als allgemein erwartet worden war. Doch eines trübt O'Learys Freude. Seine größte strategische Wette ging nicht auf. Zum dritten Mal schon versuchte der charismatische Firmenlenker, die nationale Konkurrentin Aer Lingus zu kaufen, zum dritten Mal scheiterte er an den Wettbewerbsbehörden. Nun könnte es sogar noch schlimmer kommen.

Wie die britische Tageszeitung The Independent schreibt, wird die Wettbewerbsbehörde des Vereinigten Königreichs Ryanair nämlich zwingen, rund die Hälfte ihrer Beteiligung an Aer Lingus zu verkaufen. Momentan hält die Billigfluglinie 29,8 Prozent. Die Competition Commission leitete bereits vor Wochen eine Untersuchung ein. Dabei ging es um die Vermutung, Ryanair könnte mit der hohen Beteiligung Aer Lingus behindern, etwa durch die Blockierung von Kapitalerhöhungen für eine Flottenexpansion. Nun wurden diese Annahmen offenbar bestätigt.

«Unzulässiger Einfluss»

O'Leary bezeichnete das Verfahren bei der Bekanntgabe als «störend und zeitraubend». Und er versuchte es mit dem Gang vor das Oberste Gericht zu verhindern. Doch dieses schmetterte seinen Antrag ab. Und so machte die Competition Commission weiter ihre Arbeit - und entschied nun offenbar gegen Ryanair. Einen Präzedenzfall für eine solche Situation gab es auch. Der britische Fernsehsender Bskyb musste seine Beteiligung am Konkurrenten ITV von 17,9 auf 7,5 Prozent reduzieren. Auch da wurden Befürchtungen vor «unzulässigem Einfluss» als Begründung vorgebracht.

Mehr zum Thema

ticker-ryanair

Viertes Flugzeug: Ryanair baut Präsenz in Bratislava aus

Eurowings Airbus A321 Neo am BER: Im Winter hat Eurowings elf Flugzeuge am BER.

Eurowings will Lücken schließen, die Ryanair in Berlin hinterlässt

ticker-ryanair

Ryanair steigert Jahresgewinn um 40 Prozent und will in Albanien, Italien, Marokko, der Slowakei und Schweden wachsen

ticker-ryanair

Ryanair erhöht Bonus fürs Aufspüren von zu großem Gepäck

Video

Airbus A380 von Lufthansa: Die D-AIMH wird noch bis Anfang Juni in. Dresden umgebaut.
Noch hängen Kabel aus der Kabine und manche Fußablagen fehlen. Doch der Umbau der Airbus A380 von Lufthansa bei EFW in Dresden zeigt bereits, wie die modernisierte Business Class aussehen wird. Der Zeitplan ist straff – und die Logistik kompliziert.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Der Moment vor dem Absturz: Die Cessna kollidiert mit dem Gleitschirm.
Eine Paragliderin überlebt mit Glück den Zusammenstoß mit einer Cessna. Der Unfall wirft Fragen auf: Wer muss wem ausweichen? Und warum sehen sich Motorpiloten und Gleitschirmpiloten im selben Luftraum oft erst im letzten Moment?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Ramy RC vor seinem Lufthansa-Airbus-A380: Ganz schön groß.
Ein Airbus A380 als Modellflugzeug klingt spektakulär – doch das von Ramy RC sprengt selbst in der Modellbauwelt die Dimensionen. Der Nachbau des Lufthansa-Superjumbos mit Speziallackierung ist fast neun Meter lang und kann tatsächlich fliegen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin