Streikende Flugbegleiter von Ryanair in Frankfurt: Unzufrieden mit den Konditionen.

Bis zu 360 EuroRyanair droht Streikenden mit massivem Lohnabzug

Nicht nur Piloten, auch deutsche Flugbegleiter der Billigairline haben gestreikt. Ryanair will sie mit einem massiven Lohnabzug bestrafen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Am Mittwoch (12. September) haben nicht nur die deutschen Piloten von Ryanair ihre Arbeit niedergelegt, sondern auch viele der rund 1000 in Deutschland stationierten Flugbegleiter. Bei beiden geht es um bessere Arbeitsbedingungen und mehr Lohn.

Das Basisgehalt der Kabinenbesatzung liegt bei 800 bis 1200 Euro brutto, mit Zuschlägen kommen die deutschen Flugbegleiter auf 1800 bis 2700 Euro. «Die Gehälter der Flugbegleiter bei Ryanair sind so niedrig, dass sie nicht ausreichen, um einen auskömmlichen Lebensstandard zu sichern. Dazu kommen schlechte Arbeitsbedingungen und ein massiver Druck auf die Beschäftigten», kritisiert Christine Behle, die im Bundesvorstand der Gewerkschaft Verdi sitzt.

Streit um Ankündigung

Nun ist der Streik vorüber. Doch die Stimmung bleibt vergiftet. Ryanair kritisiert, der Streik der Flugbegleiter sei lediglich 14 Stunden im Voraus angekündigt worden. Allerdings gab es bereits am Montagabend und damit mehr als 24 Stunden vorher dazu eine Pressemitteilung von Verdi. Auch drohte die Billigairline den Streikenden, ihre Aktionen könnten zu der Verkleinerung oder Schließung von deutschen Basen führen.

Damit nicht genug. In einem Schreiben kündigte Ryanair am Dienstag den streikenden Flugbegleitern und Piloten auch einen saftigen Lohnabzug an. «Wenn Sie am 12. September nicht zur Arbeit erscheinen, bekommen Sie auch keine Bezahlung, die üblicherweise mit Ihrer Anwesenheit einhergeht», schreibt die Billigairline. Grundlohn, Spesen, Bonus - alles das falle weg.

Massive Einbusse

Besonders für die Mitarbeiter in der Kabine ist das schmerzhaft. «Die typische Lohneinbuße beträgt für einen Junior 330 und 360 Euro für eine Nummer eins», so Ryanair. Ein Junior ist ein normaler Flugbegleiter, der also rund ein Sechstels seines Monatslohns zu verlieren droht. Ein Number One ist ein Purser.

Mehr zum Thema

ticker-ryanair

Boeing 737 Max von Ryanair kommt bei Landung mit Winglet der Piste gefährlich nahe

ticker-ryanair

39 Prozent der Ryanair-Aktionärinnen und -Aktionäre stimmen gegen Michael O’Learys Vergütung

ticker-ryanair

Ryanair-Chef widerspricht Darstellung nach Fensterbruch

Flugzeuge in Heathrow: Alles stand still.

Flugverkehr in Großbritannien steht stundenlang still - Easyjet, British Airways und Co. streichen Hunderte Flüge

Video

Die Notrutsche wird abtransportiert: Verzögerungen beim Abflug der Boeing 767 von Austrian Airlines.
Eine versehentlich ausgelöste Notrutsche sorgte bei einer Boeing 767 von Austrian Airlines in Montreal für Verspätung. Die Rutsche musste ausgebaut und die betroffene Tür gesperrt werden. Dadurch durften statt 209 nur noch 141 Passagiere mit nach Wien fliegen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack